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Bundeswehr und Heimat

Bundesvorsitzender Peter Niepenberg (li.) und Oberstleutnant d.R. Benedikt Graf von Dürckheim.
Bild: Ralf Miltenberger

Ein Beitrag unseres Unterstützers Benedikt Graf von Dürckheim

Die weltpolitische Lage hat sich innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte in dramatischer Weise verändert. Während diese Erschütterungen der alten geopolitischen Stabilität, die von der Nachkriegszeit bis zum Ende des Millenniums der Welt eine Phase weitgehenden Friedens bescherte, das alltägliche Leben der Mehrheit der deutschen Bevölkerung kaum beeinflusst, hat es für das Selbstverständnis und die Funktion unserer Streitkräfte tiefreifende Änderungen mit sich gebracht.
Die Bundeswehr sieht sich trotz ihrer Verkleinerung und den gerade in jüngster Vergangenheit offenbar gewordenen Ausrüstungsproblemen einem immens erweiterten Aufgabenspektrum ausgesetzt. Doch schwerer als die Menge der zusätzlichen Aufgaben wiegt die Qualität der neuen Herausforderungen. Zum ersten Mal seit der Beendigung des 2. Weltkrieges ist die Bundeswehr in Einsätzen involviert, die regelmäßig mit hohen Risiken für die beteiligten Soldatinnen und Soldaten verbunden sind, ja teilweise offen als Kampfeinsätze bezeichnet werden. Es gibt Gefallene zu beklagen, Verletzte und Traumatisierte, was noch zur Zeit des kalten Krieges als unvorstellbares Szenario galt. Damit ist der Dienst an der Waffe von einem möglichen Broterwerb unter vielen anderen zu einer existenziellen Herausforderung für die Angehörigen der Bundeswehr geworden. Die psychische Belastbarkeit der Soldatinnen und Soldaten wird damit in einem hohen Maße herausgefordert. Hinzu kommt, dass der Dienst an der Waffe hierzulande immer noch nicht uneingeschränkt gewürdigt, sondern vielmehr oftmals skeptisch wenn nicht argwöhnisch beobachtet wird und den Streitkräften somit auch die ihnen zustehende Anerkennung für ihren Einsatz nur vermindert zuteil wird.
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Situation wird unschwer deutlich, wie wichtig und unverzichtbar das Wirken des Bundeswehr-Sozialwerk e.V. ist. Bereits seit 1960 engagiert sich dieser gemeinnützige Verein für die Mitglieder der Streitkräfte. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass dieses Engagement nicht die Dienstabläufe und -organisation selbst im Auge hat, sondern sich auf die Schnittstelle zwischen Dienst und Privatleben konzentriert. Außerdienstliche Freizeit- und Förderungsmaßnahmen werden vom Bundeswehr-Sozialwerk professionell konzipiert und umgesetzt, wobei eben gerade den besonderen Bedürfnissen von Soldatinnen und Soldaten Rechnung getragen werden soll. Da die Bedürfnisse sich aber aufgrund des speziellen Risikopotentials des Dienstes an der Waffe, sich in jüngster Vergangenheit immer stärker von den üblichen Bedürfnissen der Freizeitgestaltung unterscheidet, ist ein Verein wie das Bundeswehr-Sozialwerk heute notwendiger denn je. Hier wird alles dafür getan, um unseren Soldatinnen und Soldaten in sachkundiger Weise unter Berücksichtigung einen Ausgleich für ihren anspruchsvollen und riskanten Dienst zu verschaffen. Das Bundeswehr-Sozialwerk steht dabei in engem Kontakt zur Truppe, so dass die Feinabstimmung des Engagements jederzeit veränderten Rahmenbedingungen entsprechen kann.
Als Leiter des Kreisverbindungskommando Heinsberg, dem die zivil-militärische Zusammenarbeit obliegt, dessen Aufgabenbereich also ebenfalls an einer dem Bundeswehr-Sozialwerk vergleichbaren Schnittstelle ansetzt, ist es mir ein wesentliches Anliegen, auf die Wichtigkeit und Bedeutung des Bundeswehr-Sozialwerks hinzuweisen. Die Mitglieder unserer Streitkräfte werden ihren anspruchsvollen und stets zunehmenden Aufgaben in Zukunft nur gerecht werden können, wenn die veränderten Bedürfnisse der Soldatinnen und Soldaten auch in ihren außermilitärischen Lebenssituationen wie Freizeit und Urlaub in stärkerem Maße Berücksichtigung findet. Diesem Anliegen fühlt sich das Bundeswehr-Sozialwerk verpflichtet. Aus diesem Grunde benötigt und verdient es meine volle Unterstützung. Ich spende sehr gern für diesen engagierten, effizient arbeitenden Verein und hoffe, dass sich auch andere Mitbürgerinnen und Mitbürger, denen die Perspektive des Soldaten bisher eher fremd war, für ein Engagement zugunsten des Bundeswehr-Sozialwerks begeistern können.

25.06.2018

Bundesvorsitzender

Peter Niepenberg

Tel.:0228 37737-404
Fax:0228 37737-444
E-Mail: bwswbuvo(at)bundeswehr.org

Bundesgeschäftsführerin

Veronika Dahl

Tel.:0228 37737-403
Fax:0228 37737-444
E-Mail: bwsw(at)bundeswehr.org