„Wir sind super“

10. Juni 2026 Bereich Ost

9. Bereichsversammlung Ost im „Haus Wiesenthal“

Unter dem Motto „Herzlichen Glückwunsch zum 66igsten“ eröffnete in Oberwiesenthal der Bereichsvorsitzende Ost des Bundeswehr-Sozialwerks (BwSW), Regierungsdirektor (RDir) Frank Siedow, am 19. Mai 2026 das höchste Gremium des Bereichs – die Bereichsversammlung. „Kaum zu glauben, vier Jahre ist es schon wieder her, dass ich die meisten von euch hier im Haus Wiesenthal begrüßt habe. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, aber so ist es meist, wenn man sie mit solch tollen Leuten verbringen darf.“

31. Delegierte aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind der Einladung des Bereichsvorstandes gefolgt und freuten sich auf zwei Tage des Wiedersehens und auch des Kennenlernens.

Am frühen Dienstagnachmittag begrüßte neben Siedow auch der Stellv. Bundesvorsitzende des BwSW, Dr. Jan-Jasper Fast, die Versammlung mit den Worten: „Danke Frank, du bist super, das „Haus Wiesenthal“ ist super, ihr alle seid einfach super“, und leitete nach seiner „super“ freundlichen Begrüßung auch gleich in seinen Vortrag zur Stiftungsarbeit über.

In einem für das trockene Thema höchst launigen Bericht erklärte Bundesvorstandsmitglied und Angehöriger des Satzungsausschusses Ministerialrat (MinR) a.D. Stefan Schäfer im Anschluss die im Ausschuss erarbeiteten und erforderlichen Anpassungen der Satzung des Bundeswehr-Sozialwerks. Diese Synopse sollte am Folgetag in einem Antrag an die Bereichsversammlung zur Abstimmung gebracht werden.

Schnell vergeht die Zeit

Nach obligatorischer Wahl des Präsidiums und Feststellung der Beschlussfähigkeit ging es an die Vorstellung des Geschäftsberichts. Bereichsgeschäftsführer Hauptmann Steffen Knoblauch blickte dabei auf vier Jahre gemeinsamer Arbeit für das Bundeswehr-Sozialwerk zurück. „Vier Jahre und da kann ich mich meinem „noch“ Bereichsvorsitzenden nur anschließen, sind so schnell vergangen. Nachdem die letzte Wahlperiode zur Hälfte durch die alles überschattende COVID-19-Pandemie geprägt war, ging es seitdem nur stetig bergauf. Wir konnten nicht nur unsere Mitgliederzahl auf über 13.000 steigern, auch die Anträge auf Hilfeleistungen sind in den letzten vier Jahren über die Hälfte gestiegen. Das zeigt, dass die Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten, mit euch Unterstützern in der Fläche, aber auch mit den Truppenteilen in unserem Bereich einwandfrei funktioniert“, so Knoblauch.

Im Bericht der Kassenprüferin bescheinigte Sabrina Sievers der Bereichsgeschäftsführung Ost sowie den beiden Häusern im Zuständigkeitsbereich eine ordnungsgemäße Kassenführung in der vergangenen Amtsperiode. Auf Grundlage des vorliegenden Geschäftsberichts sowie des Kassenberichts erfolgte die einstimmige Entlastung des Bereichsvorstands durch die Delegierten.

Vier Legenden verlassen das Gelände

Ein ganz besonderer Dank galt anschließend den auf eigenen Wunsch aus dem Bereichsvorstand ausscheidenden Mitgliedern. Regierungsdirektorin a.D. Irina Spiegel sowie Matina Sparbrod verabschieden sich nach 12 Jahren Vorstandsarbeit. „Ich verabschiede mich von ganzem Herzen und wünsche dem neuen Team alles Gute, ein glückliches Händchen und viel Spaß bei der Arbeit! Möge es so harmonisch und sachlich weitergehen“, wünschte Sparbrod dem Bereich. Auch Spiegel fand emotionale Worte: „Es ist wie ein Klassentreffen mit lieben Menschen und viel Spaß. Das Team Ost bleibt in meinem Herzen. Wir werden uns wiedersehen, ob in Berlin, Strausberg oder Oberwiesenthal.“

Die beiden ebenfalls auf eigenen Wunsch ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Bereichsvorsitzender RDir Frank Siedow und Beisitzer MinR a.D. Stefan Schäfer, bleiben dem Sozialwerk zum Glück noch eine kurze Zeit erhalten, da sie in ihrer Funktion im Bundesvorstand noch bis zur Bundesversammlung in ihrem Ehrenamt tätig seien werden. Natürlich gab es für alle vier eine gelungene Verabschiedung im Rahmen eines Sektempfangs.

Neuer Bereichsvorstand und ein Novum

Der folgende Mittwoch war von zwei Höhepunkten geprägt. Die Wahl des neuen Bereichsvorstands sowie der 66. Geburtstag des Bundeswehr-Sozialwerks.

Nach der erfolgreichen Wahl am Vormittag setzt sich der Bereichsvorstand Ost wie folgt zusammen:

  • Bereichsvorsitzender Ost: Oberstleutnant a.D. Eberhard Zimmer
  • Stellvertreterin: Regierungsdirektorin Daniela Börner
  • Stellvertreter: Stabsfeldwebel Enriko Goral

Beisitzende:

  • Oberfeldapotheker a.D. Hartmut Berge
  • Stabsfeldwebel a.D. Jens Hahn
  • Regierungsamtsrat Sven Eichner
  • Regierungsamtsinspektorin Susann Neef
  • Regierungsamtfrau Susanne Fork und
  • Hauptfeldwebel Stefan Walczak.

Über ein Novum durfte sich die Versammlung besonders freuen: Zum ersten Mal seit Bestehen des Bereichs Ost (1991) konnten die Teilnehmenden aufgrund einer bestimmten satzungsgemäßen Mitgliederzahl auch eine Delegierte oder einen Delegierten für die Bundesversammlung wählen. Die Wahl fiel auf Stabfeldwebel Katja Müller, die sich freut, im November mit nach Berlin fahren zu dürfen.

Feierstunde

Nachdem damit der wichtigste Teil der Bereichsversammlung gelungen war, begrüßte der neugewählte Bereichsvorsitzende bei einem kleinen Empfang die Delegierten und erhob sein Sektglas zum Ehrentag des BwSW.

Natürlich durfte in einem solch würdigen Rahmen die Ehrung von verdienten Ehrenamtlichen und Unterstützenden nicht fehlen. Für vorbildliches ehrenamtliches Engagement im Bereich Ost wurden Stabsbootsmann Dana Klein, Anja Genthe und Danilo Bauer mit der Ehrennadel des BwSW in Bronze ausgezeichnet.

Bereits am Vormittag durfte sich Irina Spiegel schon über die Ehrennadel in Gold freuen. 

Eine große Ehre war es dem Bereichsvorsitzenden, an diesem Nachmittag den Coin des Bereichsvorsitzenden Ost seinem Vorgänger Frank Siedow zu überreichen. Es war ein emotionaler Moment, da sich beide seit vielen Jahren kennen und schätzen. „Jetzt gilt es, in diesen riesengroßen Fußabdruck hineinzuwachsen und an die stetige positive Entwicklung des Bereichs Ost anzuknüpfen!“, resümierte der neue Bereichsvorsitzende.

Text: Jessica Blankenburg