Wenn ein Verwaltungsfehler zur Belastungsprobe wird
Wie eine Familie durch fehlerhafte Meldungen in finanzielle Not geriet – und Hilfe fand
Eine Angestellte der Bundeswehr, Petra D., sah sich im Jahr 2024 mit einer unerwarteten finanziellen Notlage konfrontiert. Auslöser waren fehlerhafte und verspätete Meldungen im Zusammenhang mit ihrer längeren krankheitsbedingten Abwesenheit nach einer Herzoperation.
Petra D., die seit Geburt an einer seltenen genetischen Erkrankung und einem angeborenen Herzfehler leidet, war im Jahr 2024 über einen langen Zeitraum krankgeschrieben. Nach den notwendigen Voruntersuchungen erhielt sie bereits nach kurzer Zeit Krankengeld. Doch aufgrund eines Verwaltungsfehlers wurde dem Bundesverwaltungsamt ein falsches Datum zum Ende der Lohnfortzahlung übermittelt – und dies verspätet. Die Folge: Überzahlung von Dienstbezügen, ausbleibende Krankengeldzahlungen sowie nicht ausgezahltes Übergangsgeld der Rentenversicherung.
Trotz zahlreicher Kontaktversuche blieben Rückmeldungen aus. Erst nach Einschalten eines Rechtsanwalts wurde der Vorgang erneut bearbeitet, jedoch kam es im Laufe des Jahres 2024 zu einer weiteren fehlerhaften Meldung. Zwar wurden die Überzahlungen später mit der Jahressonderzahlung verrechnet, die Anwaltskosten blieben jedoch in voller Höhe bestehen. Parallel belasteten die Familie weitere unvorhergesehene Ausgaben – darunter Sanierungsarbeiten nach Flutschäden, Reparaturen am Fahrzeug und zusätzliche Kosten während Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten. Die Ersparnisse waren aufgebraucht, ein Dispositionskredit musste genutzt werden.
In dieser Situation wandte sich Petra D. an den Sozialdienst der Bundeswehr und dieser kontaktierte kurzerhand das Bundeswehr-Sozialwerk. Mit einer finanziellen Unterstützung aus der „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ konnte die Familie spürbar entlastet werden. In einem persönlichen Gespräch mit dem Bereichsvorsitzenden West, Hauptmann Marcus Sigge, bedankte sich Petra D. gemeinsam mit ihrem Ehemann für die Hilfe. Sie schilderte, wie sehr die Unterstützung den Druck genommen habe und dass sie nun wieder hoffnungsvoll nach vorn blicken könne – gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund.
Text: BwSW