Staufermedaille für Martin Heuwinkel
Langjähriges ehrenamtliches Engagement gewürdigt
Oberstleutnant a.D. Martin Heuwinkel aus Weikersheim im Main-Tauber-Kreis ist im Februar 2026 mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden, eine der höchsten Ehrungen, die das Land vergibt. Bei der Verleihung im jüdischen Museum Creglingen würdigten die Redner das große ehrenamtliche Engagement des Geehrten, der seit Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen tätig ist, unter anderem als Geschäftsführer der Stiftung jüdisches Museum Creglingen, im Bundeswehr-Sozialwerk (BwSW) am Standort Niederstetten und in der CDU Weikersheim.
Die Staufermedaille wird für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Einwohner verliehen, wie Landrat Christoph Schauder in seiner Laudatio sagte. Der Landrat überreichte die Medaille im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Martin Heuwinkel habe sich sein ganzes Leben hinweg in außerordentlicher und weit überdurchschnittlicher Weise in kulturellen sowie sozialen Bereichen für das Allgemeinwohl eingesetzt, so Schauder. Das Ehrenamt, die Übernahme von Verantwortung und der Einsatz für das Gemeinwesen seien seit jeher ein fester Bestandteil in Heuwinkels Lebenslauf, hob der Laudator hervor.
Seit 1977 engagiert sich der 69-Jährige ehrenamtlich „umfangreich und nachhaltig“ für das Bundeswehr-Sozialwerk, in dem der ehemalige Berufssoldat auch heute noch als Pensionär tätig ist. Schauder verwies auf die von Heuwinkel initiierten deutsch-französischen Jugendfreizeiten des Bundeswehr-Sozialwerks und an sein Amt als Regionalstellenleiter in Niederstetten, das er seit 2009 ausübt. In dieser Funktion unterstützt er unter anderem die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ und organisiert regelmäßig Benefizveranstaltungen. Sein hohes Engagement habe das Bundeswehr-Sozialwerk mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, zuletzt 2023 mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold.
Nachhaltige Strukturen auch für die Allgemeinheit geschaffen
Soziales Engagement kommt Schauders Worten zufolge ferner in Heuwinkels Funktion als Vorsitzender des Hermann-Köhl-Casino e.V. in der gleichnamigen Kaserne in Niederstetten zum Ausdruck. Der Geehrte kümmere sich dort besonders um aktive und ehemalige Soldaten und deren Familien. Dank seines „weit überdurchschnittlichen ehrenamtlichen Wirkens“ habe Martin Heuwinkel nachhaltige Strukturen geschaffen, die auch für die Allgemeinheit zugänglich seien. Die enge Verbundenheit mit Niederstetten kam auch dadurch zum Ausdruck, dass mehrere Vertreter des Transporthubschrauberregiments 30 unter den Gästen waren.
Landtagsvizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (CDU), der die Verleihung der Staufermedaille beim Ministerpräsidenten beantragt hatte, würdigte Martin Heuwinkels Wirken für die Allgemeinheit. „Die Demokratie braucht Menschen, die Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen“, betonte Reinhart. Dafür sei Heuwinkel ein leuchtendes Beispiel. Sein Lebenslauf sei geradezu geprägt vom Einsatz für die Gesellschaft. Das Ehrenamt ziehe sich wie ein roter Faden durch seine Vita.
Reinhart ging zurück bis ins Jahr 1973, in dem sich der gebürtige Bonner zum Jugendgruppenleiter hatte ausbilden lassen. Diesen Gemeinschaftsgeist trage er auch heute noch tief in sich, hob der Redner hervor, der zudem Heuwinkels langjähriges Wirken in der DRLG und im CDU-Stadtverband Weikersheim erwähnte, dessen Vorsitzender er ist.
„Initiator, Taktgeber und treibende Kraft“
Als ehrenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung jüdisches Museum sei er „Initiator, Taktgeber und eine treibende Kraft“, weshalb dieser Ort auch der richtige sei für die Verleihung der Medaille, so Reinhart. Das jüdische Museum sei zugleich ein Ort der Erinnerung und der Mahnung. Gerade in einer Zeit, in der der Antisemitismus in Deutschland wieder zunehmend zutage trete, leiste das Museum einen wichtigen Beitrag „für das Gedächtnis unserer Demokratie“, wie der Landtagsvizepräsident ausführte.
In Zeiten, in denen die Demokratie unter Druck gerate, „sind Menschen besonders wichtig, die hinschauen und die Verantwortung für die Demokratie übernehmen“. Abschließend wandte sich der CDU-Politiker direkt an den Geehrten: „Du hast mit Tugenden wie Klugheit, Fleiß und außergewöhnlicher Einsatzbereitschaft Großes bewegt in deinem Leben.“ Und mit Blick auf Heuwinkels Frau Claudia ergänzte Reinhart: „Ihr gebührt ebenfalls ein großer Dank!“
In seinen Dankesworten zeigte sich Martin Heuwinkel „überwältigt“ von der Ehrung. „Mein Engagement wäre aber ohne die Unterstützung durch andere nicht möglich gewesen. Ich hatte immer das große Glück, engagierte Mitstreiter zu haben“, betonte der 69-Jährige und hatte dabei auch seine Frau Claudia im Blick.
Text: Arno Boas, redaktionell gekürzt durch BwSW
Info
Am 5. Dezember jährt sich zum 40. Mal der „Internationale Tag des Ehrenamts“. Der 1985 von den Vereinten Nationen mit Wirkung von 1986 eingeführte Aktions- und Gedenktag dient der Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements.
Sich ehrenamtlich zu engagieren bedeutet, freiwillig für eine Organisation und ohne Vergütung zu arbeiten. Das Ehrenamt selbst zeichnet sich dabei durch vielfältigste Bereiche aus, in denen man tätig werden und Gutes tun kann. Der Antrieb der Menschen, sich in der Gesellschaft zu engagieren, ist dabei auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen.
Das Ehrenamt in Deutschland
Rund 30 Millionen Menschen sind in Deutschland in einem Ehrenamt tätig und engagieren sich auf unterschiedlichste Weise in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl der Gesellschaft. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten, in denen eine jede helfende Hand das Zusammenleben der Gesellschaft bereichern kann. Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann so Hilfe und Unterstützung für ganz unterschiedliche Lebenssituationen bedeuten. Das Ehrenamt ist eine starke Schulter der Gesellschaft und trägt dazu bei, das gesellschaftliche Leben zu stützen und in der uns bekannten Form zu ermöglichen. Die Ehrenamtlichen in Deutschland engagieren sich Tag für Tag freiwillig für das Gemeinwohl und übernehmen dabei wichtige Aufgaben, die der Staat alleine nicht leisten kann. Ehrenamt hat daher eine besondere Bedeutung für das Miteinander in Deutschland.
Für Ex-Bundesinnenministerin Nancy Faeser ist das Ehrenamt das Entscheidende für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft: „Man kann das Ehrenamt nicht hoch genug schätzen. Es ist ja nicht irgendetwas, sondern das ist etwas, was Menschen neben ihrer alltäglichen Arbeit und ihrer Familie organisieren.“
Wichtiges Element der Arbeit des Bundeswehr-Sozialwerks
Von einem Ehrenamt profitieren auch die ehrenamtlich Tätigen – wenn auch nicht durch eine Vergütung, sondern durch ein Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes oder einem Dankeschön aus tiefstem Herzen. Ohne das Engagement der ehrenamtlich Mitarbeitenden, vor allem eure Bereitschaft, dem Bundeswehr-Sozialwerk Zeit zu „spenden“, wäre es nicht möglich, diejenigen zu unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen!
Hier geht's zum Interview mit Ralf von Haacke, einem Betreuer einer Freizeit für Menschen mit Beeinträchtigungen, über seine Motivation und seinem Engagement, diese ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen.
Dahingehend möchten wir hiermit auch einmal die Möglichkeit nutzen und allen Unterstützenden im Namen der Gemeinschaft des Sozialwerks Danke sagen! Ohne euer Engagement, die vielen Ideen oder auch die helfenden Hände, wäre die Unterstützungsleistungen des BwSW derart nicht realisierbar.
Die Möglichkeiten für Ehrenamtliche beim Bundeswehr-Sozialwerk sind dabei so vielfältig wie der Verein: Als Regional- und Betreuungsstellenleitende oder Informationsbeauftragte seid ihr Ansprechperson für das Bundeswehr-Sozialwerk vor Ort. Andere betreuen Freizeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen oder engagieren sich als Reiseleitung von Aktiv- und Themenreisen oder Reisen 55+.
Selbstverständlich schult das Bundeswehr-Sozialwerk seine Ehrenamtlichen, damit ihr euch rechtssicher und kompetent der Aufgabe widmen könnt. Viele weitere Unterstützende des Vereins organisieren Veranstaltungen, mit denen Spenden für das Bundeswehr-Sozialwerk und seine „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ gesammelt werden. Ob Gästebiwak, Bücherbasar, Wohltätigkeitskonzert oder Motorradtour – die Benefizveranstaltungen können nur gelingen, wenn engagierte, motivierte Menschen dahinterstehen.
Interesse geweckt?
Bereits jetzt unterstützen rund 2.500 Ehrenamtliche die wenigen hauptamtlichen Mitarbeitenden des Bundeswehr-Sozialwerks. Der enge Austausch zwischen ihnen trägt entscheidend zum Vereinsleben bei. Zusätzlich gibt soziales Engagement Ausgleich, Sinn und Halt; kurzum: Helfen macht einfach Spaß – und vor allem glücklich!
Wenn auch Du jetzt das Bundeswehr-Sozialwerk unterstützen möchtest, erhältst Du weitere Informationen auf unserer Internetseite (Suchbegriff: Das Ehrenamt)
Text: BwSW, mit Material von Bundesregierung.de



