Norderney und Reisen 55+?
Geht das?
Ein Reisebericht von E. und A. Uhlisch
Warum die Fragezeichen? Es war unser erster Urlaub auf einer Nordseeinsel und die erste Reise 55+. Also macht man sich im Vorhinein Gedanken. Um es direkt klar zu stellen: Gedanken und Fragezeichen waren vollkommen überflüssig. Und natürlich geht beides.
Drei Minuten Fußweg benötigten wir vom Fähranleger zum Haus Norderoog und wurden bei Ankunft freundlich begrüßt. Nach dem Bezug unseres geräumigen Zimmers, machte ich mich auf Erkundungstour durch unsere Unterkunft. Bar, der Aufenthaltsraum Kajüte mit Billard, ein Spielzimmer für die Kleinen und eins für die Größeren, zeigte uns, dass hier Gäste/Familien willkommen sind. Dazu ein großer Garten mit Sonnenschirmen, Strandkörben sowie Spielplatz.
Beim Abendessen im Wintergarten (auch der Speisesaal war hell und modern) lernten wir unsere Reiseleitung Bettina und Jörg kennen. Anschließend gab es Informationen zu den Aktivitäten dieser Woche. Es hat die beiden schon viel Arbeit gekostet, dieses super Programm zusammenzustellen.
Bei der Führung durch die Stadt mit einem auf Norderney ansässigen Schweizer erfuhren wir viel über Geschichte, Leben und Entstehung der Insel. Bei Ebbe und windstillem Meer fuhren wir zu den Seehundbänken. Mit interessanten Informationen zweier Mitarbeiterinnen der Wattwelten wurden wir wissenschaftlich „angelernt“.
Zu Kaffee und Kuchen gab es eine Lesung mit der Autorin Antonia Sommer, die eigens aus dem Raum Köln zu uns angereist war. Neben mehreren Episoden aus ihrem neuen Norderney-Buch wurden wir auch etwas in die Schriftstellerarbeit eingeführt, d. h. Zusammenarbeit mit Lektoren, Buchhandlungen und Verlagen. Die Fahrt mit der Bömmelbahn (heißt wirklich so) führte uns u. a. zu Dünen und weißen Stränden. Wie bereitet man in Ostfriesland Tee zu? Der Heimatverein gab das „Geheimnis“ bei einer Teezeremonie bekannt. Dazu gab es für uns ein paar ungewohnte Sätze in plattdeutscher Sprache.
Die sensible Welt des Wattenmeeres wurde uns bei einer Führung durch das Besucherzentrum des Weltnaturerbes vertraut gemacht. Ein Kompliment an alle Führer-/innen für die sachkundigen und unterhaltsamen Erklärungen. Es gab also keine Langeweile.
Aber was war das Salz in der Suppe? Es waren die Mitreisenden, die uns ein harmonisches Miteinander erleben ließen.
Wir sagen allen, die zu dieser wunderschönen Woche beigetragen haben, insbesondere Bettina und Jörg, „herzlichen Dank“. Natürlich auch dem freundlichen Team von Haus Norderoog.
Und – gerne wieder!!
