Mit der Ü30 Freizeit wieder auf Tour!
Zum ersten Mal in Brauneberg an der Mosel
Anm. d. Red.: Dieser Reisebericht wurde von André Schneider, einem Teilnehmer Freizeit, geschrieben. Korrekturen wurden seitens der Redaktion nur zur besseren Lesbarkeit vorgenommen.
2025 waren wir mit der Ü30 Freizeit für Menschen mit Beeinträchtigungen im Hotel Lindenhof in Brauneberg zu Gast. Los ging es am Samstag, den 7. Juni, mit dem Ausladen von Material und Spielzeug aus dem „kleinen Bus“. Im Laufe des Tages trafen die Teilnehmer ein, die von den Eltern gebracht wurden. Der Reisebus wurde mit Spannung am Nachmittag erwartet. Mit großem Hallo begrüßten sich alle, als der Bus endlich da war.
Am Sonntag gab es einen Gottesdienst in der Klosterkirche. Dann ging’s ans Türschilderbasteln. Das „Brauneberg-Quiz“ stand am Nachmittag auf dem Programm. Hier musste man verschiedene Fragen beantworten und dazu Punkte in Brauneberg finden und ein Foto machen. Und man musste beim Minigolf mit so wenig Punkten wie möglich gewinnen. Die Station haben nicht alle gefunden. Es hat auch zwischendurch geregnet. Nach dem Abendessen wurde gekegelt.
Es ist Pfingstmontag und wir machen eine Ausfahrt nach Maria Laach. Dort haben wir uns das Kloster und die Gärtnerei angeschaut. In der Kirche war Gottesdienst, an dem einige teilgenommen haben. Wir sind noch zum Laacher See gelaufen. Anschließend sind wir Vulkan-Express gefahren. Von Engeln bis Oberzissen mit Diesel-Bespannung. In Oberzissen hatten wir eine Weile Aufenthalt und haben auf die Dampflok gewartet. Sie wurde an den Zug gekuppelt. Dann sind wir weiter gefahren bis Schweppenburg Heilbrunnen. Von dort mit unserem Bus zurück nach Brauneberg. Der Tag war für alle schön. Im Bus haben fast alle geschlafen. Wir waren von den Eindrücken sehr beeindruckt. Heute hat es nicht geregnet.
Am Dienstag sind wir nach Trier gefahren. Dort waren einige auf der Porta Nigra. Wir haben die Stadt angeschaut, den Dom, das Marx-Haus und die Statue. Eisessen waren auch alle. Wetter war gut. Kurze Regenschauer. Am Abend waren schon die ersten Gäste für den Besuchertag da, Wolfgang, Torsten und Doreen. Wir hatten noch Talentshow und spontane Disco und haben mit unseren Besuchern richtig abgerockt.
Der große Tag. Besuchertag!
Am Vormittag waren einige die Tiere im Tierpark vom Hotel füttern. Besuchertag am Nachmittag. Es gab für alle leckeren Kuchen. Es war sehr sonnig und wir waren auf der Terrasse am Tierpark.
Die Gäste von der Bundeswehr und vom Bundeswehr-Sozialwerk wurden von den Teilnehmern befragt. Es gab dazu ein Redaktionsteam. Es sind da: Frau Huber aus Bruchsal, Frau Oberfeldarzt Caspary, Frau Hauptfeldwebel Speidel und Herr Oberstabsfeldwebel Meinel aus Frankreich und der Bundesvorsitzende Herr Krämer mit Frau Heuser, also sehr hohe angesehene Personen, die uns heute besuchen. Eine Frage wird an alle Besucher gestellt: Wer sind Sie und wo kommen Sie her? Auch die Besucher haben Fragen an uns gestellt und wir haben sie mit Fragen gelöchert. Wird Werbung für Betreuer aller Freizeiten gemacht? Gibt es für die Betreuer Sonderurlaub? Woher kennen Sie das Bundeswehr-Sozialwerk? Was ist ihr Beruf? Die Presse war auch da und hat Fotos gemacht. Frau Huber ist dann Mitglied im BwSW geworden. Leider war die Schirmherrin nicht da. Der Tag hat uns Spaß gemacht und die Besucher waren überrascht, dass wir so viele Fragen hatten. Zum Abschluss haben wir noch gegrillt.
Donnerstagfrüh wurde gebastelt und ausgeruht. Mittags geht es mit einigen Läufern nach Bernkastel-Kues, der Rest fährt mit dem Bus. Einige der Läufergruppe mussten von unserem Bus aufgesammelt werden, da es zu heiß für sie war (28 Grad). Gut, dass der Bus noch nicht in Bernkastel war. In Mülheim haben wir sie eingesammelt. In Bernkastel haben wir erstmal Eis gegessen und sind dann durch die Gassen geschlendert.
Freitag der 13. Auf geht’s zum Heeresmusikkorps!
Mit dem Bus sind wir nach Koblenz gefahren. Dort durften wir beim Heeresmusikkorps bei der Probe zuhören. Der Spieß, Stabsfeldwebel Stefan Schmitt, hat uns begrüßt und auch Getränke hingestellt. Bei der Probe hat uns der Dirigent, Hauptmann Holger Kolodziej, immer genau erklärt, um was es in den Musikstücken geht. Die Musiker mussten oft verschiedene Sachen wiederholen. Das ist bei der Probe so. Es war sehr interessant und wir waren alle sehr still und haben zugehört. Bettina hat dann als Dankeschön zusammen mit Verena ein Wappen an den Dirigenten gegeben. Und wir haben draußen noch ein Foto gemacht.
Dann sind wir runter in die Stadt und haben am Deutschen Eck geparkt. Mit der Seilbahn sind wir zur Festung Ehrenbreitstein. Danach ein bisschen Stadtbummel und Eis essen. Es war sehr heiß und wir haben immer Schattenplätze gesucht.
Am Samstag war Olympiade. Eierlaufen, Enten angeln, auf das Fußballtor schießen und Segelweitflug waren dabei und auch Luftballon rasieren – danach gab es eine Wasserschlacht. Für den Abend haben wir uns schick gemacht – Casino-Abend. Alle waren in schwarz-weiß. Wir haben Roulette, Karten und Bingo gespielt. Es gab Cocktails an der Bar. Das war ein cooler Abend.
Der Sonntag begann mit Ausschlafen und Pyjama-Frühstück. Auch Heike hat ihr schönstes Nachthemd rausgesucht. Anschließend ging es zum Feuerwehrfest in Brauneberg. Am Nachmittag haben wir mit dem Bollerwagen eine Weinberg-Tour gemacht und haben Wein, Saft, Wasser und Kuchen mitgenommen. Das war ein toller Ausblick auf Brauneberg und die Mosel. Am Fass haben wir tolle Fotos mit unseren Betreuern gemacht.
Am Montag war der 70. Geburtstag von Rudi. Der Speisesaal war geschmückt, wir haben gesungen und gratuliert. Dann ging die Fahrt nach Mettlach. Dort waren wir zuerst im Ort und bei Villeroy-Boch und sind dann weiter zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife. Die meisten sind mitgelaufen, aber auf dem Turm waren nicht alle. Tolle Sicht auf die Saar und die Umgebung.
Dienstag nach dem Frühstück sind wir alle zum Schiffsanleger nach Brauneberg gelaufen und mit dem Dampfer der Moselschifffahrt von Brauneberg nach Traben-Trarbach. Unterwegs haben wir oft gehalten und die schöne Landschaft angeschaut. Es war sehr warm auf dem Schiff und in Traben-Trarbach haben wir zuerst die Eisdiele überfallen. Ein kleiner Bummel zum Stadttor, auf die Brücke und durch die Gassen. Dann war es schon wieder Zeit für die Rückfahrt mit dem Schiff. In Brauneberg hat Ricco Shuttle gefahren, für diejenigen die nicht mehr so gut laufen konnten.
Am nächsten Tag sind wir nach Bernkastel-Kues und haben uns in 2 Gruppen aufgeteilt. Die einen sind in der Stadt ausgestiegen und zu Fuß oder mit dem Busshuttle zur Burg Landshut. Die anderen sind zum Zylinderhaus. Das ist ein Museum mit Oldtimern und alten Sachen. In der Stadt haben wir uns anschließend alle zufällig in der Eisdiele getroffen. Eis geht immer!
Am Donnerstag ging es ruhig los. Basteln, spielen und ausruhen. Am Nachmittag wurde es warm und wir haben nochmal eine Wasserschlacht im Garten gemacht. Nach dem Abendessen ist Schlagerdisco. Es gab auch wieder Cocktails und auch eine Siegerehrung für verschiedene Spiele mit Preisen. Jeder hat einen BwSW- Rucksack bekommen mit Knalle-Popcorn und anderen Süßigkeiten und natürlich ein Ü30 on tour T-Shirt. Dieses Jahr in Rot.
Es ist Freitag, der letzte Tag. Wir haben ein Gruppenfoto mit den roten T-Shirts gemacht und dann ging es ans Kofferpacken. Auch das Material haben wir sortiert in die Kisten verpackt und in den kleinen Bus eingeladen. Thomas stand am großen Bus und hat die Koffer schon eingeladen. Nach der Mittagspause ist Wald- und Wildschule mit Rudi. Dazu haben wir extra einen Anhänger vom Forstamt in Trier bekommen, da waren verschiedene Vogel- und Tiermodelle drin. Rudi erklärte alles und man konnte die verschiedenen Tiere anfassen – ganz schön stachelig so ein Igel. Verschiedene Stationen mit Fühlkästen, Tiermemory und anderen Sachen gab es im Anschluss auch noch. Abends haben wir den Film der Freizeit Brauneberg geschaut. Tobi und Kirstin haben das toll gemacht.
Samstag nach dem Frühstück war Abreise von allen. Großer Abschied auch vom Haus. Heike und ihr Team waren sehr nett und es gab immer leckeres Essen und ganz viel Kuchen. Danke an alle! Ab nach Hause. Wir sind alle traurig, dass die Freizeit zu Ende ist. Schade, es war so schön.
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr. 2026 geht es wieder an die Ostsee nach Grömitz.
Euer André













