„Koblenzer Kleiderbörse“ reißt 20.000 Euro Spendengrenze

13. Februar 2026 Bereich West Jahresspenden Sonstige Gelegenheiten Berichte Spendenaktionen

Stefan Leist erzielt im Jahr 2025 mit seiner „Koblenzer Kleiderbörse“ erneut einen neuen Rekordbetrag mit über 22.000 Euro

Was das Motto des Saarlandes ist, aus dem Leist gebürtig kommt, kann auch auf die „Koblenzer Kleiderbörse des Bundeswehr-Sozialwerks“ (KKdBwSW) gespiegelt werden: „Großes entsteht immer im Kleinen“.

So fing auch die KKdBwSW vor einigen Jahren ziemlich klein an. Das recht spärliche Ergebnis war gerade mal ein Jahreserlös von 518 Euro. Dass bereits ein Jahr später ein 4-stelliger Betrag daraus wurde, erregte Aufmerksamkeit. „Und seit 2021 kann ich jährlich einen fünfstelligen Betrag an die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ überweisen“, sagt Leist. Im Januar 2026 präsentierte er den symbolischen Spendenscheck über 22.007 Euro und bedankte sich stellvertretend für die vielen Soldateninnen und Soldaten, die in den letzten Jahren die KKdBwSW unterstützt haben, bei Generalmajor Dr. Frank Utzerath.

Mitverantwortlich für diesen Erfolg ist genau dieser Personenkreis und/oder Hinterbliebene, die manchmal nicht wissen, was sie mit all den Sachen machen sollen. Doch Achtung: „Ich nehme keine Sachen, die der Bundeswehr gehören und rückgabepflichtig sind.“ weist Leist auch in seinem Werbeflyer hin. „Und Sachen, die aufgrund ihres Zustands wegen Mottenfraß, Verschmutzung oder extremem Muff-Geruch nicht mehr weitergabefähig sind, braucht man mir auch nicht mehr zu schicken.“

Auch die Sammler haben natürlich ihren Anteil an dem Erfolg, die Leist auf etwa zwei bis drei Hände voller Menschen zählt. „Das sind nicht viele und etliche haben ganz eingeschränkte Sammelgebiete. Bei einem Hamburger Uniformsammler, mit dem ich mittlerweile befreundet bin, ist für Uniformen schlicht kein Platz mehr. Da kann ich nur noch mit Orden, Urkunden, usw. Freude bereiten und Geld generieren“, so Leist.

Ambitionierte Ziele für 2026

In 2026 will Leist nochmals richtig aufdrehen und die 25.000 Euro-Grenze überspringen. „Das ist dann schon spannend, ob ich das schaffe. Denn nicht nur diejenigen, die Sachen zur Verfügung stellen, sondern insbesondere die Käufer müssen dafür gefunden und für die Sachen begeistert werden“, sagt Leist. „Dazu kommt, dass bei mir noch viele Sachen liegen, die es in 2026 zu vermarkten gilt. Ich gehe im Dezember 26 in den Ruhestand. Bis dahin muss ich die Sachen alle loshaben oder eine Nachfolge gefunden haben. Viele, die ich gefragt habe, zucken deutlich zusammen, wenn ich erzähle, wie viel und welche Arbeit sich dahinter verbirgt. Aber bis Dezember sind es ja noch ein paar Tage. Mal sehen, wie es sich entwickelt.“

Text: Stefan Leist und BwSW