Interview mit Radio Andernach
Bereich Ost informiert über die Kinder- und Jugendfreizeiten des Bundeswehr-Sozialwerks
Ein interessantes Interview führte „Radio Andernach“ am 11. Dezember vergangenen Jahres mit zwei Mitarbeitenden der Bereichsgeschäftsführung Ost des Bundeswehr-Sozialwerks (BwSW), in dem es unter anderem um die Kinder- und Jugendfreizeiten des BwSW ging.
Lesen Sie hier in Auszügen das Interview:
Oberleutnant Céline Suárez von Radio Andernach:
Einen wunderschönen guten Tag, hier ist Radio Andernach mit einer neuen Ausgabe von „Radio an der Leitung“, also dem Telefonformat, bei dem wir irgendwo in der Bundeswehr anrufen und dann eine nette Person kennenlernen dürfen und etwas mehr über den Dienstalltag oder irgendwelche Erlebnisse in der Bundeswehrzeit erfahren dürfen.
Ich freue mich jeden Tag aufs Neue auf dieses Format und bin auch schon ganz gespannt auf das Bundeswehr-Sozialwerk. Mit wem führe ich denn heute das Interview?
Bereich Ost:
Einen schönen guten Tag. Hier ist der Oberstabsfeldwebel Heiko Zerm, Stellv. Bereichsgeschäftsführer Bereich Ost und neben mir sitzt meine Kollegin, Frau Annett Riedel, langjährige Mitarbeiterin und zuständig für Kinder- und Jugendfreizeiten.
Radio Andernach:
Dann freue ich mich heute direkt mal zwei Personen am Telefon zu haben. Könnten Sie einmal in Kurzform beschreiben, was so jeweils Ihr Aufgabenfeld ist?
Bereich Ost, Heiko Zerm:
Meine Aufgaben sind im Schwerpunkt die Mitgliederwerbung durch Informationsvorträge in der Truppe, darüber hinaus die Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeitenden an den Standorten in unserem Bereich. Dieser erschließt sich von Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Bereich Ost, Annett Riedel:
Meine Schwerpunkte sind Kinder- und Jugendreisen und die Reisen für unsere Senioren. Da bin ich zuständig, indem wir die ganzen Freizeiten von Grund auf planen, also sprich, uns Orte aussuchen, wo die Kinder hinreisen können. Dann die ganze Koordinierung, wer wo wann hinfährt, was das Ganze alles kostet. Dann werden die Kinder eingebucht, dann Betreuer gesucht. Das ist ein ganz großer Schwerpunkt für uns. Das Ehrenamt wird bei uns sehr, sehr großgeschrieben.
Radio Andernach:
Ich habe als Kind selber mehrfach an solchen Reisen teilgenommen und fand es wirklich immer großartig. Das waren mit die besten Urlaube, die ich hatte. Ich will aber nochmal ganz von vorne anfangen mit meinen Fragen und würde jetzt gerne einmal kurz die militärische Seite betrachten. Wie kommt man denn als Bundeswehrsoldat dazu, für das Bundeswehr-Sozialwerk zu arbeiten?
Bereich Ost, Heiko Zerm:
Ja, das war ganz zufällig. Dazu muss man sagen, dass das BwSW ein fester Bestandteil der Bundeswehr ist und beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) beheimatet ist. Ich war vorher im Kommando Luftwaffe tätig und habe eine Anfrage bekommen, ob ich mir vorstellen könnte, beim BwSW tätig zu werden. Dann habe ich mir den Laden hier angeguckt, mich über das Aufgabenfeld informiert und ich war so begeistert, dass ich seitdem hiergeblieben bin. (muss lachen)
Radio Andernach:
Das sind doch mal richtig schöne Worte und dann drücken wir auch ganz dolle die Daumen, dass das so funktioniert. Ist ja auch wirklich immer eine gute Sache, wenn man seinen Job gerne macht, dann kann man den auch gerne gut und lange machen.
Jetzt würde ich gerne über die Freizeiten sprechen und was das Bundeswehr-Sozialwerk zur Verfügung stellt, vor allem seine Kinder -und Jugendfreizeiten, um die Eltern in den Ferien vielleicht auch einfach mal ein bisschen zu entlasten.
Bereich Ost, Annett Riedel:
Das BwSW hat fünf Bereiche die die verschiedensten Freizeitangebot anbieten. Es gibt die vier Bereichsgeschäftsführungen Nord, West, Süd und Ost und die Bundesgeschäftsführung in Bonn. Pro Jahr werden über 70 Freizeiten in den Ferien, aber auch außerhalb davon, durchgeführt. Die Dauer und das Programm sind sehr variabel – von Skifahren über Reiten bis hin zum Surfen ist alles dabei – sodass wirklich jeder, der etwas sucht, auch fündig wird.
Radio Andernach:
Man sagt ja „über Geld spricht man nicht“, ich tue es trotzdem. Muss ich mich da wirklich dann in riesige Unkosten stürzen?
Bereich Ost, Annett Riedel:
Nein, natürlich nicht. Ein Beispiel: Eine Freizeit kostet für unsere Mitglieder 420 Euro. Die kalkulierten Kosten belaufen sich aber auf 1.080 Euro. Um die Zwischensumme decken zu können, werden die Freizeiten vom BwSW stark bezuschusst. Der Zuschuss wird jährlich festgelegt, wie viel pro Freizeit gewährt werden kann und dadurch kommen dann die doch recht günstigen Mitgliedspreise zustande und das kann ich wirklich nur unterstreichen.
Radio Andernach:
Jetzt ist die letzte Frage: Wie meldet man seine Kinder denn für eine solche Freizeit an?
Bereich Ost, Annett Riedel:
Jedes Mitglied füllt das Formular „Anmeldung einer Freizeit“ aus und schickt es an den zuständigen Bereich. Die Anträge werden dann bis zum 15. Januar gesammelt und dann je nach Auslastung die Zu- oder Absagen verschickt.
Radio Andernach:
Ich kann nur noch mal sagen, ich war als Kind selber mehrfach Teil von diesen Reisen. Mir hat es immer gut gefallen und es wurde sich wirklich um alles gekümmert.
Es gibt noch einen Abschlusssatz hier bei Radio Andernach und zwar: "Tschüss und schönen Tag, Radio Andernach."
Text: in Textform gebracht und gekürzt von Jessica Blankenburg

