Gelebtes Miteinander im Bundessprachenamt

11. Februar 2020 News Bereich West Feste & Feiern Berichte

Erfolgreiche Spendenaktionen für das Bundeswehr-Sozialwerk

Engagiert für den guten Zweck: In den letzten drei Jahren wurden über 9.000,00 € von den Beschäftigten des Bundessprachenamtes in Hürth gesammelt und an das Bundeswehr-Sozialwerk gespendet. Dem Bundeswehr-Sozialwerk ist die Unterstützung seitens der Beschäftigten des Bundessprachenamtes sicher. So wie am 50. Amtsgeburtstag am 4. Juli 2019, dessen Motto „Jeder Bon hilft einem guten Zweck“ mit einer symbolischen Scheckübergabe von über 3.200,00 gespendeten Euro an den Bundesvorsitzenden Oberst i.G. Peter Dormanns und den Bundesgeschäftsführer Norbert Bahl exzellent umgesetzt wurde. Auch der Erlös des von Karoline Wülfrath, Alexandre Mendes und Katja La Berge organisierten Weihnachtsbasars 2019 kam dem Bundeswehr-Sozialwerk zugute: Der Verkauf von gespendeten Gegenständen aller Art, Kuchen und Kaffee erbrachte eine Summe von rund 2.600,00 €.

In ihrem eigentlichen Job arbeiten Wülfrath, Mendes und La Berge beim Bundessprachenamt in Hürth bei Köln. „Unser Hauptauftraggeber ist die Bundeswehr“, skizziert Vizepräsidentin Maria-Anna Wessel die Aufgaben des Amtes, „die Sprachausbildung bieten wir jedoch auch für weitere Bereiche des öffentlichen Dienstes an. Das macht uns zum zentralen Sprachendienstleister.“ Neben dem Hürther Hauptsitz hat die Bundesoberbehörde mit insgesamt etwa 1.000 Mitarbeitern rund 60 Standorte in ganz Deutschland. Zwei große Fachabteilungen leisten ihren Dienst in Sachen Sprache: In der Abteilung Sprachmittlerdienst werden jährlich um die 170.000 Seiten in und aus 20 Sprachen übersetzt: von sicherheitspolitischen Dokumenten bis hin zu U-Boot-Anleitungen. Dolmetscher sind über 20.000 Stunden im Jahr bei Konferenzen und Arbeitssitzungen dabei, vor allem in den Bereichen Verteidigungskooperation und Rüstungskontrolle. Insbesondere werden die deutschen Soldaten in den Einsatzgebieten unterstützt, indem auch dort für sie gedolmetscht und übersetzt wird.

In der Abteilung Sprachausbildung werden jährlich rund 16.000 Lehrgangsteilnehmer in mehr als 50 Fremdsprachen unterrichtet: Vom laufbahnbezogenen Englisch über Arabisch im Crashformat für Polizisten bis hin zu Chinesisch für den angehenden Verteidigungsattaché in Peking. Die dafür notwendigen Lehr- und Prüfmaterialien werden auf Maß erstellt, aber auch Sprachführer für Soldaten im Einsatz stellt das Amt bereit.

Die Ausbildung in Deutsch als Fremdsprache macht das Bundessprachenamt zu einem Forum der Völkerverständigung: Um die 700 Angehörige ausländischer Streitkräfte lernen jedes Jahr Deutsch, darunter 60 Offiziere, die sich auf den „Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst international“ (LGAI) an der Führungsakademie in Hamburg sprachlich vorbereiten. Beschäftigte des Bundessprachenamtes und Hürther Bürger übernehmen Patenschaften für die internationalen Gäste und ihre Familien und helfen ihnen dabei, sich in Deutschland zurechtzufinden. Viele der Sprachen, die deutsche Lehrgangsteilnehmer im Bundessprachenamt lernen, werden von den ausländischen Lehrgangsteilnehmern als Muttersprache gesprochen, und so bilden sich schnell internationale Lernteams.

Mit Leidenschaft für soziale Belange

„Die Spendenbereitschaft hier ist riesig“, freut sich Eberhard Müller, seit sechs Jahren mit Herz und Seele Regionalstellenleiter in Hürth, und räumt ein: „Nicht jeder hat die finanziellen Mittel, um große Beträge zu geben. Aber das ist auch nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass die Spenden von Herzen kommen.“ Auch Vizepräsidentin Wessel sind die Spendenaktionen eine Herzensangelegenheit: „Es gibt viele Bedürftige in den eigenen Reihen. Umso mehr freue ich mich, dass mit dem Erlös unserer Spendenaktionen das Bundeswehr-Sozialwerk unterstützt wird. Unsere Beschäftigten können sich sicher sein, dass das Geld 1:1 unverschuldet in Not geratenen Bundeswehrangehörigen und ihren Familien zugutekommt.“