Aufbruch zur Jubiläumstour

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10 Jahre Spendenradtour der Flugbereitschaft BMVg

Keine Gnade für die Wade – und das zum zehnten Mal! Damals konnte sich niemand vorstellen, dass auf diesem Wege mehr als 150.000 Euro für die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des Bundeswehr-Sozialwerks (BwSW)“ auf diesem Wege gesammelt werden konnten. Dieses Mal wird zur verlängerten Jubiläumstour noch mehr in die Pedale getreten. Von Bischofswiesen bei Berchtesgaden führt die Route ebenso traumhaft wie hoffentlich spendenreich nach Köln.

Elf Fahrerinnen und Fahrer werden dafür mehr als 1.000 Kilometer zurücklegen. Begleitet werden sie von einem Organisationsteam, das oft unsichtbar bleibt, für den Erfolg jedoch entscheidend ist. Es verpflegt das Fahrerfeld mittags wie abends, transportiert Material, bereitet die Unterkünfte vor und ist mit einem Techniker-Fahrzeug immer vor Ort. Sie sind das „Kettenöl“ auf dem Rennrad: Ohne sie wird es schwer.

Die erste Etappe führte die elf Fahrerinnen und Fahrer am 16. Juni von den Alpen bis in die bayrische Landeshauptstadt München. Mit 166 Kilometer Länge war das keine leichte Aufgabe, doch das gastgebende Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen sorgte gleich zu Beginn des Tages auf ihre Art für Rückenwind. Zum einen verstärkten sie das Fahrerfeld mit weiteren 22 Fahrerinnen und Fahrern und zum anderen übergaben sie zum Start der Tour 1.030 Euro. Den Startschuss gab ein Schütze des örtlichen Schützenvereins sowie Angehörige der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Unterstützt wurden sie dabei von der Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Rennrodeln, Anna Berreiter. Die Spende übergaben Sportoffizier Oberleutnant Thomas und zwei „Spieße“ des Bataillons. „Stimmung und Wetter waren gut, so soll es bleiben“, sagt Stabsfeldwebel Andreas, der das Fahrerfeld anführt. „Wenn ich mir alleine anschaue, wie viel Unterstützung wir hier vom Gebirgsjägerbataillon erhalten, weiß ich jetzt schon, dass das eine ganz besondere Tour wird.“

Bevor die Fahrerinnen und Fahrer ihr Tagesziel, die Fürst-Wrede-Kaserne in München, erreichten, steuerten sie noch die Universität der Bundeswehr München in Neubiberg an. Dort nahm das Peloton eine Spende in Höhe von 1.000 Euro entgegen. Nach fast zwölf Stunden Fahrzeit endete die Etappe an der Sanitätsakademie der Bundeswehr (SanAkBw).

Am Mittwoch, dem 17. Juni, geht es von der SanAkBw nach Neuburg an der Donau zum Taktischen Luftwaffengeschwader 74 und am Donnerstag folgt die Königsetappe mit 188 Kilometern auf dem Weg nach Stuttgart. Von dort aus geht es zum Luftwaffenausbildungsbataillon nach Germersheim und weiter ins Saarland. Dort trifft das Team auf die Schirmherrin der „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“, Annegret Kramp-Karrenbauer.

Bis dahin haben die elf Fahrerinnen und Fahrer bereits einen großen Teil der Tour geschafft. Trotzdem folgen noch Halte in Idar-Oberstein und Gerolstein, bevor sie am 26. Juni in ihrer militärischen Heimat in Köln ankommen.

Organisiert wird die Jubiläumstour federführend von Oberstabsfeldwebel Hans Holzmann. Während die Fahrerinnen und Fahrer im Mittelpunkt stehen, laufen bei ihm viele Fäden im Hintergrund zusammen. Schirmherr der Spendenradtour ist Generalmajor Wolfgang Ohl, der als passionierter Radfahrer auch selbst auf manchen Etappen im Sattel sitzt. Die angefahrenen Standorte wurden vorab informiert und haben vor Ort Spenden gesammelt. Es ist auch möglich, online zu spenden. Jeder Cent kommt den „Sorgenkindern“ zugute. Der Vorteil: Es ist bequem per Handy möglich – dafür muss niemand in die Pedale treten.

Text: Hauke Meier