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Der Trainingsleiter zeigt die nächste Übung. (Foto: Bundeswehr-Sozialwerk/ Juliane Behring)

Mit breitem Kreuz und starker Stimme

Schnuppertraining Selbstverteidigung zur Einstimmung auf eine Aktivreise

„Selbstverteidigung fängt im Kopf an“, lerne ich bei einem Schnuppertraining in Selbstverteidigung. „Es geht darum, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Selbstbewusstsein aufzubauen“, fügt der Trainer hinzu. Warum ich an dem Training teilgenommen habe? Zur Einstimmung auf eine Aktivreise des Bundeswehr-Sozialwerks!

Bevor das Training beginnt, nutze ich die Gelegenheit, mich bei den anderen Trainingsteilnehmern zu informieren. Die Sportneigungsgruppe Selbstverteidigung trifft sich zwei Mal pro Woche. Der Leiter der Gruppe, Stabsfeldwebel André Brünner, erklärt mir kurz vor Trainingsbeginn noch, dass es Unterschiede zwischen Kampfkunst, Kampfsport und Selbstverteidigung gebe. „Selbstverteidigung ist darauf ausgerichtet, auf jede Situation vorbereitet zu sein“, sagt er.

Die Einstellung ist wichtig, Aufwärmen aber auch!

Aufwärmen der Hände und Arme, bevor das Training beginnt. (Foto: Bundeswehr-Sozialwerk/ Juliane Behring)

Die Trainingsteilnehmer wärmen sich auf, bevor es so richtig losgeht. Warmlaufen, dehnen, Hände und Gelenke langsam warm machen. Dann beginnt die erste Übung, ein Stationstraining mit vier Abschnitten. Die Übungen werden paarweise absolviert, ein Teilnehmer übt, der andere hält mit riesigen Schlagkissen, Pratzen genannt, dagegen.

Es wird etwas lauter in der Halle, das war angekündigt. „Bei der Selbstverteidigung lernt man ganz am Anfang, seine Stimme einzusetzen und eine klare Körpersprache zu entwickeln“, wird mir erzählt. Brünner ergänzt: „Deeskalation steht immer am Anfang. Die Teilnehmer lernen, sich auf Konfrontation mental einzustellen. Erst, wenn das gescheitert ist, wird gehandelt unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit.“

Die Teilnehmer kommen ganz schön ins Schwitzen. Verstecken bringt aber nichts, die anderen Trainierenden bemerken das sofort, Brünner hat sowieso seine Augen überall. Er motiviert die Teilnehmer, feuert sie lautstark an. Er lobt und verbessert Haltungen und Bewegungen.
Brünner sagt, Fitness und körperlicher Zustand seien natürlich ein Aspekt am Training, aber Selbstverteidigung fange im Kopf an. „Den Kopf einschalten, nicht einfach hektisch und unkontrolliert drauf los abwehren wollen und schlagen“, so Brünner.

Haltung einnehmen

Fallen gehört dazu – richtig ausgeführt natürlich! (Foto: Bundeswehr-Sozialwerk/ Juliane Behring)

Nach dieser intensiven Einheit wird es kurz ruhiger. Brünner geht verschiedene Grundhaltungen durch. In diesen Theorieteilen können die Teilnehmer etwas verschnaufen. Vielleicht zwei, drei Minuten. Bei der praktischen Anwendung des Gelernten geht es ganz schön zur Sache: die Teilnehmer befreien sich aus Würgegriffen, blocken Hiebe ab und wenden Armhebel an.

Brünner betont, wie wichtig der Trainingseffekt ist: „Ziel unserer Übungen ist es, schnell wehrhaft zu werden. In einer reellen Stresssituation ist es aber auch wichtig, ebenso schnell wieder ‚runter‘ zu kommen, um besonnen und überlegt weitermachen zu können. Dabei ist der Blick für das Umfeld maßgebend. Eine Fokussierung nur auf die Abwehr wäre fatal. Training soll das fördern.“

Brünner korrigiert die Haltung. (Foto: Bundeswehr-Sozialwerk/ Juliane Behring)

Wer regelmäßig bei Brünner am Training teilnimmt, kann nicht nur Selbstverteidigungstechniken lernen, sondern erfährt auch Hintergründe und rechtliche Aspekte. Theorieanteile baut er ebenfalls mit ein. Die Aktivreise des Bundeswehr-Sozialwerks, die mich in sein Training geführt hat, findet er eine tolle Idee, sich mit dem Thema Selbstverteidigung auseinander zu setzen. Er wünscht den Teilnehmern, dass sie lernen, sich auf Situationen einzustellen und dann richtig handeln können. Und natürlich auch Spaß am Thema finden.
Informationen zur Aktivreise „Gegen die Angst – Selbstverteidigungstraining für Jung und Alt“ finden Sie hier: www.bundeswehr-sozialwerk.de/freizeiten-reisen/themen-und-aktivreisen/aktivreisen-themenreisen/gegen-die-angst.html

18.03.2016

Impressionen

Die Pratzen wiegen um die zwei Kilo. (Foto: Bundeswehr-Sozialwerk/ Juliane Behring)
Ein Hebel, hier in Z-Form. (Foto: Bundeswehr-Sozialwerk/ Juliane Behring)

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