Home > Wir über uns > Archiv > 2016 > Portrait Betreuerin

Freut sich schon auf die Sommerferien: Rebecca Berg begleitet Jugendfreizeiten des Bundeswehr-Sozialwerks. Quelle: Bundeswehr-Sozialwerk/ Behring

Im Winter die Sommerferien vorbereiten

Rebecca Berg engagiert sich ehrenamtlich beim Bundeswehr-Sozialwerk für Kinder- und Jugendfreizeiten

In Brühl sind es Minusgrade. Es ist knackig kalt. Rebecca Berg stört sich nicht daran – sie bereitet gerade ihre nächste Freizeit vor. Im Sommer wird sie in Italien Jugendliche in einem binationalen Camp betreuen. Zu Ostern begleitet sie Jugendliche auf einer Sprachreise nach England. Berg ist mittlerweile ein Profi in der Betreuung von Jugendlichen. Kurzentschlossen sprang sie 2008 für einen fehlenden Betreuer ein. Bis heute ist sie begeistert dabei und betreut zwei Jugendreisen im Jahr. Ehrenamtlich.

Betreuer sind Multitalente

„Verantwortungsbewusstsein, Interesse an der Tätigkeit und sich nicht zu schade sein, sich auch mal zum ‚Hampelmann‘ zu machen“, diese Qualitäten brauchen Betreuer, so Berg. Weitere Voraussetzungen sind ein erste Hilfe-Kurs und ein polizeiliches Führungszeugnis. Das nötige Know-How für die Betreuung von Kinder- und Jugendreisen vermittelt das Bundeswehr-Sozialwerk in einem dreitägigen Grundlagenseminar. Dabei vermitteln erfahrene Betreuer und qualifizierte Dozenten ihr Wissen. Passen Betreuer und Jugendreise zusammen, beginnt die Vorbereitung. „Es ist wichtig, dass Betreuer und Reise zusammen passen“, betont Berg.

Für alle Betreuer findet einmal im Jahr eine weitere Schulung statt. An einem Wochenende können sie Erfahrungen austauschen und sich weiterbilden. So informieren beispielsweise Juristen über rechtliche Grundlagen und aktuelle Entwicklungen und Erlebnispädagogen präsentieren neue Trends und Aktivitäten.

Dankesbriefe und Aufwandsentschädigung: Die Anerkennung für das Ehrenamt

Wer Reisen ehrenamtlich begleitet, ist gut organisiert, hier füllt Berg Formulare in ihrer Mittagspause aus. Quelle: Bundeswehr-Sozialwerk/ Behring

Für Berg beginnt „ihre Saison“ schon im November, dann erscheint der neue Urlaubskatalog des Bundeswehr-Sozialwerks. Sie kann dann mit ihrer persönlichen und beruflichen Planung beginnen. „Mein Partner hat Verständnis dafür, dass ich im Jahr mehrere Wochen unterwegs bin mit den Jugendlichen“, so Berg. Das gehöre zum Ehrenamt mit dazu. Als Angestellte im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen erhält sie bis zu 8 Tage Sonderurlaub für die Betreuung. Dies sieht das Gesetz zur Gewährung von Sonderurlaub für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendhilfe vor.

Das Sozialwerk zahlt eine Aufwandsentschädigung, Verpflegung, Anreise und Unterkunft. Ihre Motivation für die Betreuung der Jugendfreizeiten ist ganz klar der Spaß an ihrem Ehrenamt. Allerdings: „Manchmal bekommen wir Betreuer schon zu wenig Schlaf“, gibt sie zu. Kein Wunder: An den Freizeiten nehmen zwischen 10 und 100 Kinder- und Jugendliche teil. Der Betreuungsschlüssel liegt je nach Freizeit und Bedarf der Teilnehmer zwischen 1:1 und 1:10.

Die Kinder und Jugendlichen erleben ihren typischen Tag so: Geweckt werden, Frühstück, Sprachunterricht oder Aktivitäten wie Basteln oder Sport, Mittagessen und Mittagspause, in warmen Ländern auch eine Siesta. Am Nachmittag erneut gemeinsame Aktivitäten, dann das Abendessen und zum Abschluss oft noch ein Unterhaltungsprogramm.

Schöne Erinnerungsstücke: Mit Unterschriften und Dankesworten verzierte T-Shirts von Jugendfreizeiten. Quelle: Bundeswehr-Sozialwerk/ Behring

Für die Betreuer beginnt der Tag deutlich früher: Letzte Vorbereitungen treffen und dann die Kinder und Jugendlichen wecken. Anschließend den Tagesausflug begleiten oder die Aktivitäten betreuen, als Schiedsrichter und Streitschlichter einspringen, Heimweh und kleine Verletzungen kurieren. Auf ausreichend Getränke und Sonnencreme achten. „Tageshöhepunkt ist oft das Unterhaltungsprogramm“, sagt die erfahrene Betreuerin. Berg hat bereits unzählige Kinderdiscos ausgerichtet, Lagerfeuer entfacht oder Grillabende erlebt. Auch Karaokeabende meistert sie mit Bravour.

Zur Erinnerung hat Berg viele T-Shirts mit Unterschriften und Dankesworten. Auch per Mail bedanken sich Teilnehmer bei ihrer Betreuerin. Einige Teilnehmer halten jahrelang über soziale Medien Kontakt zu ihren Betreuern. In einer langen Mail schreibt ein Camp-Teilnehmer an Berg: „Abschließend trifft genau ein Wort den Sinn dieser Email wahrscheinlich ziemlich gut. DANKE“. Berg freut sich über das Dankeschön. Und blättert schon wieder im Katalog, um ihre nächste Jugendfreizeit vorzubereiten.

07.03.2016

Bundesvorsitzender

Peter Niepenberg

Tel.:0228 37737-404
Fax:0228 37737-444
E-Mail: bwswbuvo(at)bundeswehr.org

Bundesgeschäftsführerin

Veronika Dahl

Tel.:0228 37737-403
Fax:0228 37737-444
E-Mail: bwsw(at)bundeswehr.org