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Gruppenfoto: Die Teilnehmergruppe auf dem Lagerplatz.
Bild: Thomas Dillschneider

Fühlen wie Papa oder Mama im Einsatz

Das „Lager Kurpfalz“ im Überblick.
Bild: Thomas Dillschneider

Eine Wochenendveranstaltung der besonderen Art

Vom 22. bis 23. Juli 2017 lud das Familienbetreuungszentrum (FBZ) Saarlouis auf den Truppenübungsplatz in Baumholder ein. Unter dem Motto „Fühlen wie Papa oder Mama im Einsatz“ konnten die Familien von Soldaten im Einsatz hautnah erleben, wie sich das Leben im Einsatz anfühlt.

Im „Feldlager Kurpfalz“ übernachteten die Familien in Containern, um einen Eindruck vom Leben im Feldlager zu erhalten. Das Lager ist wie ein Einsatzlager aufgebaut und dient der Truppe zu Übungszwecken. In den Containern und Zelten, die mit Betten und Schränken ausgestattet sind, leben die Soldaten während der Übung auf engstem Raum mit bis zu drei Personen. Ein Verpflegungszelt, Duschen und Toilettencontainer sowie weitere Räumlichkeiten zu Materiallagerung komplettieren die Ausstattung.

Einweisung und Einzug der Familien im Lager Kurpfalz.
Bild: Thomas Dillschneider

Um den Teilnehmern das Lagerleben so realistisch wie möglich näher zu bringen, begann die zweitägige Veranstaltung mit der so genannten Einschleusung. Renée Goller-Fadda, Dietmar Schisler und die ehrenamtliche Mitarbeiterin des FBZ Vanessa Werling sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Oberstabsfeldwebel (OStFw) Armin Axt, Leiter des FBZ, begrüßte neben den angereisten Familien auch Heidtrud Henn, SPD-Bundestagsabgeordnete, den saarländischen Landtagsabgeordneten der CDU, Alwin Theobald, sowie Oberst Klaus Peter Schirra, Kommandeur Landeskommando Saarland, die ebenfalls an der Veranstaltung teilnahmen. Zur Stärkung gab es anschließend im Verpflegungszelt Erbsensuppe mit Wiener.

Informationen zur Aufklärungsdrohne LUNA. Bild: Thomas Dillschneider

Nach dem Mittagessen hielt Hauptfeldwebel (HptFw) Stephan Rennebach von der 9. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 einen Vortrag über die Sanitätsversorgung im Einsatz. Aufgeteilt in Gruppen wurden die Teilnehmer an Stationen über die persönliche Ausrüstung, die verschiedenen Fahrzeugtypen sowie über die Ausbildung im Bereich der Kampfmittelbeseitigung informiert.

Stabsfeldwebel (StFw) Stefan Trageser von der Stabsfernmeldekompanie der Luftlandebrigade 1 präsentierte die persönliche Einsatzausrüstung eines Fliegerleittrupps sowie das Einsatzfahrzeug Typ „Wolf Sonderschutzausstattung“. Er erklärte neben der persönlichen Ausrüstung den Brustschutz, Helm, Waffen, Munition, Funkgeräte und die provisorische Toilette. Anschließend nutzten die Familien die Gelegenheit, Fahrzeug und Ausrüstung genauer unter die Lupe zu nehmen und zu testen. Die Funktionsweise der Aufklärungsdrohne „LUNA“ (Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungs-Ausstattung) brachte HptFw Stephan Kreß von der Luftlandeaufklärungskompanie 260 den Teilnehmern näher.

Vorstellung von Ausrüstung und Fahrzeug.
Eine Gruppe am Aufklärungssandkasten in der Übungshalle.
Bilder: Thomas Dillschneider

Im Lager Aulenbach - ebenfalls auf dem Truppenübungsplatz -, wurde die Kampfmittelbeseitigung, die sogenannte „Counter EOD“ (Explosive Ordnance Disposal), erklärt. Auf dem Übungsgelände befinden sich Häuserruinen, Autowracks und Gestein, die den Gegebenheiten im Einsatz ähnlich sind. HptFw Marc Scheele von der 6. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 erläuterte in einem spannenden Bildervortrag die Ausbildung im Bereich der Kampfmittelbeseitigung. Sie umfasst die unterschiedlichen Verfahren der Erkundung, die Identifizierung, die Feldauswertung, das Unschädlichmachen, Bergen und die endgültige Beseitigung von nicht explodierten Kampfmitteln. Anschließend gingen die Familien im Übungsgelände auf Spurensuche, um versteckte Gegenstände aufzuspüren. Die Kinder hatten hier die Möglichkeit, mit geschultem Blick die eine oder andere Tüte Gummibärchen aufzustöbern.

An der letzten Station wurden die verschiedenen Fahrzeuge vorgestellt. Die Familien besichtigten den „Wolf“, den „Mungo“, den Spähwagen „Fennek“, den Schützenpanzer „Marder“ und einen Lkw 7-Tonner. Den „Sanitätswiesel“ und dessen Ausstattung präsentierte HptFw Rennebach. Von der Trage über das Beatmungsgerät bis hin zum Defibrillator hatte er alles im Gepäck. Als gelernter „Panzersoldat“ ließ Oberst Schirra es sich nicht nehmen, den Schützenpanzer „Marder“ höchstpersönlich vorzustellen. Auch an den anderen Fahrzeugen standen Soldaten den Familien Rede und Antwort. In der sich anschließenden Mitfahrt im Mungo oder im Spähwagen „Fennek“ konnten sich die Familien in der Praxis vom Leistungsvermögen der Fahrzeuge und Fahrer überzeugen.

Soldaten grillen am Schwenker.
Militärpfarrer Merkelbach feiert mit den Familien den Feldgottesdienst.
Bilder: Armin Axt

Zum Abendessen gab es - ganz klassisch für einen Saarländer - den sogenannten „Schwenker“ (saarländisch für Grill). Bei Lagerfeuer mit Musik ließen die Familien, das FBZ-Team und das Unterstützungspersonal den Tag gemütlich ausklingen.

Für den ein oder anderen viel zu früh, erklang zum Wecken am nächsten Morgen Marschmusik. Nach dem Frühstück veranstaltete der katholische Militärpfarrer Marius Merkelbach einen Feldgottesdienst. Dann hieß es schon Koffer packen, Container reinigen und Bettwäsche abgeben. Nach der Ausschleusung verabschiedeten sich die Gäste und bedankten sich für das spannende und informative Wochenende. Vor allem für die kleinen Gäste war es eine wichtige Erfahrung.

Abschließend bedankte sich OStFw Axt beim Bundeswehr-Sozialwerk und beim Förderverein der Luftlandebrigade 26 für die finanzielle Unterstützung der Veranstaltung. Ein großes Dankeschön richtete er an alle beteiligten Soldaten, die bei der Durchführung tatkräftig unterstützt haben und ohne die das Vorhaben in diesem Umfang nicht möglich gewesen wäre.

Auch Vanessa Werling galt sein Dank. Für sie war es die letzte Veranstaltung im FBZ, da es sie zurück in ihre alte Heimat zieht. Das FBZ wünschte ihr alles Gute für die Zukunft und hofft auf ein baldiges Wiedersehen.

13.09.2017

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