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Das HMK verabschiedete ihren Dirigenten mit einem grandiosen Auftritt.

Ade mit grandiosem Benefizkonzert

Heeresmusikkorps Veitshöchheim spielt zum Abschied von Dirigent Burkard Zenglein

Veitshöchheim – 650 begeisterte Besucher, die trotz hochsommerlicher Temperaturen am 2. Juli 2015 zum Benefizkonzert des Heeresmusikkorps (HMK) Veitshöchheim in die Mainfrankensäle gekommen waren, erlebten einen musikalischen Ohrenschmaus auf höchstem Niveau. Letztmalig dirigierte Oberstlt Burkhard Zenglein, Chef des HMK, das Konzert zugunsten der "Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ unter der Schirmherrschaft von Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz.

Trotz freiem Eintritt waren die Sammeleimer gut gefüllt.

Wie es sich für einen Heeresmusiker gehört, servierte der gebürtige Marktheidenfelder zu Beginn des zweistündigen Konzerts den Taxis-Marsch des von hier stammenden Militärmusikmeisters Christian Anton Kolb als kleines Dankeschön an die Gemeinde Veitshöchheim. Darauf folgte die hymnische "Festive Ouverture“, ein großartiges, phantastisches Werk des russischen Komponistenfürsten Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch, das dem Orchester sehr viel abverlangte.

Breiten Raum nahm dann als Hauptwerk des ersten Teils vor der Pause die brillant gespielte, hoch anspruchsvolle "Symphonic Dances from West Side Story“, dem Jahrhundertwerk von Leonard Bernstein aus dem Jahr 1950 ein. Die Musiker zogen alle Register, um durch das spannungsgeladene Zusammenspiel der Instrumente von hauchzart bis dynamisch-kraftvoll diese "Romeo und Julia"-Geschichte der Neuzeit inmitten zweier rivalisierender Gangs musikalisch zu erzählen.

Zum Abschluss des ersten Teils schickte Oberstlt Zenglein dem einzigen in Kiel stationierten Marinemusikkorps musikalische Grüße mit dem wunderschönen Marsch namens "Gruß an Kiel" von Friedrich Spohr.
Im zweiten Teil nach der Pause machte dann das Orchester eine ganz andere Art Musik mit vielen Solisten und Überraschungen. Hier entfaltete sich der hervorragende Big Band-Klang bei Blues und Swing. Im wunderbaren "Concertino for Clarinet" von Artie Shaw für Soloklarinette und Salonorchester als Symbol für die Ära des Swing in den 40er und 50er Jahre komponiert, verdiente sich HptFw Christian Klüh die Note eins für sein vorzügliches Klarinettenspiel.

Eine ganz andere Klangfarbe brachte HptFw Eugen Knittel nach seinem Wechsel vom Fagott ans Akkordeon mit seiner faszinierenden Fingerfertigkeit beim schwungvollen brasilianischen Stück "Tico Tico" von Zequinha de Abreu ins Spiel.

Bürgermeister Götz (r.) bedankte sich bei Oberstlt Zenglein.

Dass das Musikkorps mit vielen großartigen Musikern gesegnet ist, war augenscheinlich. Einen oben drauf setzte StFw Markus Lenhardt als phantastischer Sänger eines Beatles-Medleys, nachdem er vorher schon durch ein Trompetensolo geglänzt hatte. Unter dem als höchst interessantem Arrangement von Zenglein in Auftrag gegebenen Titel "Beatles Anthology I" waren die Klassiker der Liverpooler Band aus den 60er Jahren wie "A Hard Days Night", “Ticket to Ride”, "Can't buy me Love", “When I’m Sixty-Four" "Yellow Submarine", "Yesterday" oder "Let it be" so ganz nach dem Geschmack des Publikums, teilweise angehaucht mit Big Band, Punk, Pop, Rock, Ballade und auch Jazz-Anklängen.

Der Marsch "Regimentkinder" von Julius Funck markierte das offizielle Konzertende. Unter "Standing Ovations" forderte das Publikum aber Zugaben. Zunächst erklang der Radetzky-Marsch von Johann Strauß (Vater), gefolgt vom "Frankenlied". Mit der deutschen Nationalhymne war dann wirklich Schluss.

An diesem Abend hieß es aber auch Abschied nehmen. Nach acht Jahren verlässt Oberstlt Zenglein seine Berufsmusiker, mit denen er 230 Konzerte absolvierte. Er habe hier hervorragende Arbeit geleistet und den guten Ruf des Orchesters weiter ausgebaut, so der Bürgermeister. Für seinen weiteren Weg beim Luftwaffenmusikkorps in Erfurt wünschte der Bürgermeister ihm alles Gute und überreichte ihm zur Erinnerung ein kleines Präsent mit dem Veitshöchheimer Wappen.

Horst Barthel (3.v.r.) überreichte Oberstlt Zenglein die Ehrennadel in Silber sowie Bernd Sieg und Bernd Kern die Ehrennadel in Bronze für ihre Verdienste um das BwSW.

Zenglein selbst machte der Gemeinde das Kompliment, dass der Spruch „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land“ nicht auf Veitshöchheim zutrifft. Hier werde die Bundeswehr geschätzt und die Gemeinde sei ein guter Gastgeber. Zenglein wörtlich: „Wir fühlen uns alle sehr, sehr wohl hier und nicht umsonst hat der Standort so auch alle Strukturveränderungen überstanden.“

Vom Bereich Süd des BwSW hieß der Bürgermeister den Stv. Bereichsvorsitzenden Horst Barthel und Dietmar Hofmann von der Geschäftsführung sowie die Leitung der örtlichen Regionalstelle, Hermann Dettweiler und Udo Wirsching, herzlich willkommen. Darüber hinaus begrüßte er den Standortältesten, Oberst Wolf-Dietrich Rupp, und den Präsidenten des Nordbayerischen Musikbundes, MdL Manfred Ländner.

Die Sozialwerks-Vertreter zeichneten an diesem Abend im Auftrag des Bundesvorstands Oberstlt Zenglein mit der Ehrennadel in Silber sowie die Musiker Bernd Kern und Bernd Sieg mit der Ehrennadel in Bronze für ihre Verdienste um das BwSW aus.

Im Rahmen einer feierlichen Kommandoübergabe übergab am 7. Juli 2015 der Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr, Oberst Dr. Michael Schramm, den Dirigentenstab an den neuen Chef des HMK, Oberstlt Roland Kahle.

Auszug Main-Post (Dieter Gürz), 14.10.2015

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Musik, Musik, Musik

Kirchen-Advents-Konzert in Tauberbischofsheim

Wann: 19. Dezember 2017
um 19:30 Uhr

Wer: Heeresmusikkorps Veitshöchheim

Wo: Barockkirche St. Markus, Distelhausen