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1250 Jahre Ellwangen

Benefizkonzert und Fußball für sozialen Zweck

Im Jahre 2014 feiert die Große Kreisstadt Ellwangen – im Ostalbkreis von Baden-Württemberg gelegen – ihr 1250 jähriges Bestehen. Den Geschichtsquellen zufolge, wurde dort im Jahre 764 von einem Bischof namens Hariolf eine Abtei gegründet. Nachdem Kaiser Ludwig I. das Kloster im Jahre 814 unter seinen Schutz stellte, vergrößerte sich die Ansiedlung zusehends. Heute hat Ellwangen etwa 33.000 Einwohner.

1916 wurde Ellwangen Garnisonsstadt, nachdem die heutige Reinhardt-Kaserne – erbaut von 1914 bis 1916 – fertiggestellt war. Die Bundeswehr nutzte die Kaserne seit 1956 und installierte dort die sogenannte „Alb-Brigade“. Die bekanntesten Kommandeure waren General Klaus Naumann und GenLt Jan Oerding. Im Jahre 2013 verließen die letzten Soldaten die Garnisonsstadt. Ein Teil der Reinhardt-Kaserne wird weiterhin vom Sprachzentrum Süd der Bundeswehr genutzt.

Oberbürgermeister Karl Hilsenbek und BwSW-Ehrenvorsitzender (EVO) Egon Storz kamen schon vor Jahren überein, das Jubiläum der Stadt Ellwangen auch durch Benefizveranstaltungen des BwSW zu bereichern. So fand am 29. September 2014 in der Rundsporthalle das traditionelle Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr statt und am 9. Oktober 2014 spielte die Bundeswehr-Nationalmannschaft im Waldstadion gegen eine Fußball-Auswahl der Stadt Ellwangen.

Konzert

Am Stand des BwSW

Nach dem Wegzug der Truppe hat der Verband der Reservisten der Bundeswehr quasi den Part als Mitveranstalter übernommen. Schirmherr Roderich Kiesewetter, Oberst d.R., MdB und Präsident des Reservistenverbandes, begrüßte vor Konzertbeginn die zahlreichen Besucher in der Rundsporthalle , unter ihnen Verteidigungsminister a.D. Dr. Franz-Josef Jung (MdB) mit Ehefrau Beate, OB Hilsenbek mit Gattin, Präs Matthias Leckel, Präsident des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, VPräs’in Maria-Anna Wessel, Vizepräsidentin des Bundessprachenamtes, MinR a.D. Bernd Henkel, den Standortältesten, Oberfeldarzt Dr. Klaus Kumpe sowie den EVO Egon Storz und Oberstlt Christian Bonauer, Bereichsvorsitzender Süd des BwSW. Und last, but not least richtete Präsident Kiesewetter ein herzliches Willkommen an die Soldatinnen und Soldaten des Musikkorps der Bundeswehr mit ihrem Chef, Oberstlt Christoph Scheibling.

Lassen wir nunmehr die Regionalzeitungen, die „Schwäbische Post“ sowie die „Ipf- und Jagstzeitung“ zu Wort kommen, die sich wieder einmal mehr als fachkundige Kritiker erwiesen:

„Schmetternde Trompeten und ein zartes Wiegenlied“

Das Musikkorps der Bundeswehr

Knackige Märsche, zarte Stimmungen, Tänze aus Griechenland und Irland – Dieses Orchester ist einzigartig.

Blasmusik ist nicht gleich Blasmusik und Marsch ist nicht gleich Marsch. Das wird ab dem ersten Akkord den zahlreichen Gästen des BwSW und der Stadt Ellwangen bewusst. Sie erlebten in der zum Konzertsaal umfunktionierten Sporthalle einen Musikabend, der noch lange nach Konzertende nachklang. Es ist der dezente Schwung, die Akkuratesse und die überaus saubere Intonation, die den Klangkörper des Bundeswehrmusikkorps zu einem besonderen machen. Den Duktus gibt Oberstlt Scheibling mit eindrücklichen Gesten vor, die Musiker setzen sie passgenau um. Und damit das Publikum die verschlungenen Klangwege der oft bildhaften Musik nachvollziehen kann, gibt es jeweils eine kurze, sehr gute Einführung des Dirigenten. Zum umjubelten Höhepunkt des Konzerts wurde das Medley „Sounds from Ireland“ in einem meisterhaften Arrangement von StFw Guido Rennert. Der Zauber der grünen Insel wurde in einem funkelnden, atemberaubenden Lord of the Dance-Steprythmen und virtuoser Soli entfacht. Stehende Ovationen und mehrere Zugaben, darunter Johannes Brahms zartes Wiegenlied „Guten Abend, gut Nacht“, beschlossen mit der Nationalhymne einen unvergesslichen Abend. Zweifelsohne gehört es zu den Spitzenorchestern in der deutschen Blasmusikszene: das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg. Auch in diesem Jahr hat das Ensemble unter der Leitung von Oberstlt Scheibling mit gepflegten Klängen in der Rundsporthalle seine Zuhörer in den Bann gezogen. –Ende der Zitate–

Mehr als 100.000 Euro an Spenden

Scheckübergabe an Beate Jung

Präsident Kiesewetter übergab vor Beginn des 2. Teils an Beate Jung, Schirmherrin der „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ einen Scheck in Höhe von 4.300 Euro und OB Hilsenbek durfte für seine Bürgerstiftung 1.400 Euro entgegennehmen. In ihren Dankesworten an alle, die zum Gelingen des Konzertabends beigetragen haben, erinnerte Beate Jung unter anderem daran, dass es Egon Storz war, der die Ellwanger Benefizkonzerte 1996 ins Leben gerufen hat. Zum Ausklang des wunderschönen Konzertabends trafen sich die Schirmherren, der Chefdirigent und „seine rechte Hand“, StFw Gerhard Aussem, sowie einige Ehrengäste im Kasino der Reinhardt-Kaserne.

EVO Egon Storz erinnerte in seiner kurzen Ansprache daran, dass dies seit 1996 das 20. Benefizkonzert in Ellwangen war. Zweimal war die „Big Band“ der Bundeswehr zu Gast, die restlichen 18 gestaltete das Stabsmusikkorps beziehungsweise Musikkorps der Bundeswehr den Konzertabend. Knapp 29.000 Besucher erbrachten dabei einen Erlös von mehr als 100.000 Euro. Zum Abschluss dankte der Ehrenvorsitzende den beiden Organisatoren vor Ort, RAmtm Torsten Schäufele und StFw Jürgen Doppstädt, für ihre Arbeit. Dann überreichte er zusammen mit der Bereichsgeschäftsführerin Süd, RAR‘in Heidi Wanot, dem scheidenden Leiter des BwDLZ Ellwangen, RR Reimund Menner, als Zeichen des Dankes für die zahlreiche Unterstützung der Benefizveranstaltungen eine Ehrenplakette des Sozialwerks der Bundeswehr.

Fußball

Die Fußballmannschaften mit Schiedsrichtergespann

Aus Anlass des Ellwanger Stadtjubiläums verlegte die Bundeswehr-Fußballnationalmannschaft ihr Trainingslager in der Zeit vom 6. bis 10. Oktober 2014 vom Sportzentrum Warendorf in die Reinhardt-Kaserne in Ellwangen. Als Höhepunkt des Aufenthaltes im Ostalbkreis war ein Benefizspiel gegen eine Ellwanger Stadtauswahl angedacht.

Am 8. Oktober 2014 besuchte die Klasse 4a der Grundschule aus Rindelbach die Nationalspieler bei ihrem Training in der Reinhardt-Kaserne. Ein Höhepunkt war dabei das Elfmeterschießen (verkürzt auf 7 Meter), bei dem die Schüler ihr Können unter Beweis stellen konnten. Im Tor stand übrigens der Delegationsleiter der Mannschaft, Oberstlt Daniel Heid. Das Treffen hatte BwSW-Regionalstellenleiter Torsten Schäufele vermittelt.

Am 9. Oktober 2014 war es dann soweit. Im mit Fahnen geschmückten Waldstadion trafen in einem Vorspiel zunächst die D-Juniorinnen des FC Ellwangen auf eine Mannschaft des SV Segringen (bei Dinkelsbühl). Das Spiel gewannen die Mädchen aus Ellwangen mit 2:0. Vor Beginn des Benefiz-Fußballspiels intonierte das Jugendblasorchester Ellwangen die Nationalhymne. Anschließend begrüßte OB Hilsenbek die Spieler beider Mannschaften und die rund 250 Besucher. Es folgte der Anstoß, den OB Hilsenbek gemeinsam mit Bereichsgeschäftsführerin Heidi Wanot vornahm. Da die Bundeswehr-Nationalspieler durchweg in höheren Spielklassen kicken als ihre Ellwanger Gegner, war es nicht verwunderlich, dass es am Ende des Spiels 5:1 für die Soldatenmannschaft stand.

Sprachzentrum Süd ersteigert Holzskulptur

Hildegard Diemer und Torsten Schäufele vor der Holzskulptur

Die Künstlerin Hildegard Diemer aus Ellenberg hatte zugunsten der „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ eine mannshohe Holzskulptur hergestellt und diese mit dem Wappen der Stadt Ellwangen und des BwSW versehen. Regionalstellenleiter Torsten Schäuffele hat die Skulptur in der Halbzeitpause versteigert. Den Zuschlag erhielten Angehörige des Sprachzentrums Süd für ihr Gebot in Höhe von 350 Euro Die erfreulich faire Sportveranstaltung endete mit einem Empfang mit Abendessen im Kasino der Reinhardt-Kaserne, zu dem die Stadt Ellwangen die Spieler, Mandatsträger und einige Gäste eingeladen hatte. In seinem Grußwort dankte Gastgeber OB Hilsenbek allen, die an dieser Sportveranstaltung mitgewirkt haben. Er erinnerte daran, dass es Egon Storz war, der die Idee dazu hatte und sie auch in die Tat umgesetzt habe. In direkter Erwiderung dankte Storz dem Oberbürgermeister für die Einladung zu diesem Empfang. Dann überbrachte er die Grüße des Schirmherrn, Bundesminister a.D. Dr. Franz-Josef Jung, der wegen der Sitzungswoche des Bundestages in Berlin an der Teilnahme verhindert war. In seinen Dank schloss der Ehrenvorsitzende des Sozialwerks die Bundeswehr-Nationalmannschaft mit ihrem Delegationsleiter, Oberstlt Held, den Manager, OStFw Olaf Bahne und den Trainer Georg Winkelbach, die beteiligten Ellwanger Fußballvereine, das Schiedsrichtergespann unter Leitung von StFw a.D. Harald Gassmann, den Stadionsprecher, die Künstlerin Hildegard Diemer für die von ihr gespendete Skulptur, das Jugendblasorchester unter der Leitung von Wendelin Dauser und last, but not least, das Gespann Torsten Schäuffele und Jürgen Dopstädt von der Ellwanger Regionalstelle des BwSW mit ein.

E.St., 12.12.2014

Bereichsvorsitzender

Oberstleutnant
Christian Bonauer

BwKz.:90-6514-1500
Fax.:0711 2540-2068
E-Mail: bwswteamsued(at)bundeswehr.org

Bereichsgeschäftsführerin

Regierungsamtsrätin
Heidi Wanot

Tel.:0711 2540-2060
Fax.:0711 2540-2068
E-Mail: bwswteamsued(at)bundeswehr.org

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