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Eine Menge Holz

Tischler Mike Heider zeigte am Tag der Bundeswehr, wie Vogelhäuschen aus Holz angefertigt werden – mitmachen war erwünscht! (Foto: Bundeswehr)

Die Tischler am Standort Frankenberg bastelten Vogelhäuschen am Tag der Bundeswehr

Mike Heider ist seit fast 20 Jahren Arbeitnehmer bei der Bundeswehr. Er arbeitet in der Tischlerei des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Dresden in der Wettiner Kaserne Frankenberg. Gemeinsam mit den Kollegen repariert er Liegenschaftsgerät oder führt Wartungsarbeiten durch. Auch Ausbildungsmittel für die Soldatinnen und Soldaten am Standort fertigen die Handwerker an.

Am Tag der Bundeswehr am 11. Juni 2016 stellten Heider und seine Kollegen ihre Aufgaben vor. Die Besucher in Frankenberg konnten sich als Tischler versuchen: Vogelhäuschen und Bundeswehr-Spielzeugautos standen zur Auswahl. Die Angehörigen der Werkstatt beantworteten auch Fragen zu ihrer Tätigkeit. Wussten Sie, dass die Bundeswehr auch zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat? Jährlich werden über 1.300 zivile Auszubildende bei der Bundeswehr eingestellt.

Zwei Karrieren bei der Bundeswehr: Vom Soldaten zum zivilen Bundeswehrangehörigen

Besucherandrang in Frankenberg: Zu den 16 Standorten des Tages der Bundeswehr kamen insgesamt 260.000 Besucher. (Foto: Bundeswehr/ Sebastian Wilke)

Für Heider begann die Karriere bei der Bundeswehr 1992 als Zeitsoldat. Als er nach vier Jahren als Unteroffizier aus der Bundeswehr ausschied, bewarb er sich als Tischler. Er wurde von der damaligen Standortverwaltung Chemnitz eingestellt und ist seitdem ziviler Bundeswehrangehöriger. An seinem Job gefällt Heider vor allem, wie abwechslungsreich seine Aufträge sind. „Der Umgang mit den Soldaten hier in der Wettiner Kaserne macht mir auch großen Spaß“, sagt er.

Heider und seine Kollegen haben mit viel Spaß den Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Um zu zeigen, wie vielfältig der Beruf Tischler ist, fertigten die Mitarbeiter der Werkstatt mit den Besuchern Vogelhäuschen und Spielzeugautos aus Holz an. Selbstverständlich war die Aktion! Das Bundeswehr-Sozialwerk freute sich aber über eine Spende.

 

 

Soziales Engagement im Verein

Die Rede der Verteidigungsministerin wurde live aus Frankenberg an den anderen Standorten gezeigt. Die Ministerin ist auch Schirmherrin des Bundeswehr-Sozialwerks. (Foto: Bundeswehr/ Torsten Kraatz)

Das Bundeswehr-Sozialwerk ist ein gemeinnütziger Verein, der den Fürsorgeauftrag des Dienstherrn ergänzt. Dazu hat der Verein eigene Hotels, in denen die Vereinsmitglieder Urlaub zu günstigen Konditionen machen können. Sind Bundeswehrangehörige im Einsatz, werden ihre Familienmitglieder bei der Urlaubsplanung sogar bevorzugt. Die "Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW" unterstützt Bundeswehrangehörige und deren Angehörige bei der Bewältigung unverschuldeter Notlagen. Dazu stellt der Verein beispielsweise Erholungsgutscheine aus oder unterstützt im Einzelfall mit einer Beihilfe zu medizinischen Geräten oder Therapien. Aus den Spenden der Aktion werden ebenfalls Freizeiten für Menschen aus Bundeswehrfamilien mit körperlichen und/ oder geistigen Beeinträchtigungen organisiert. Während der mehrwöchigen Freizeiten werden die Teilnehmer rund um die Uhr von speziell geschulten Ehrenamtlern betreut. Die Familienangehörigen haben während der Freizeiten die Möglichkeit, Kraft für den Alltag zu schöpfen.
Mitglied im Bundeswehr-Sozialwerk können alle Bundeswehrangehörigen werden – mit und ohne Uniform. Viele Ehemalige Bundeswehrangehörige sind auch noch Jahrzehnte nach ihrer Bundeswehrzeit Mitglied im Verein. Auch Ehepartner und Kinder von Vereinsangehörigen können Mitglieder werden.

Heider ist seit 10 Jahren Mitglied im Bundeswehr-Sozialwerk. „Kollegen, die schon Mitglied im Sozialwerk waren, haben mich auf die Urlaube aufmerksam gemacht“, erinnert sich Heider. Er und seine Familie nutzen die Angebote des Vereins sogar bis zu zwei Mal im Jahr: „Im Winter geht es nach Oberwiesenthal, im Sommer an den Gardasee nach Italien oder im Herbst auf den Campingpark Prora auf der Insel Rügen“, so beschreibt Heider seine Urlaube mit dem Bundeswehr-Sozialwerk.

Die Vereinsmitglieder wie Heider können in den vereinseigenen Häusern Urlaub buchen. Für die Kinder von Vereinsmitgliedern werden in den Ferien auch Reitercamps oder Sprachreisen angeboten, für junge Erwachsene werden Erlebniswochen wie Fallschirmspringen oder Klettern organisiert. Rund 2.500 Vereinsmitglieder engagieren sich zusätzlich zu ihrer Mitgliedschaft auch ehrenamtlich im Bundeswehr-Sozialwerk. Sie unterstützen die rund 60 hauptamtlichen Bundeswehrangehörigen, die für das Sozialwerk arbeiten, z.B. indem sie Basare organisieren oder Freizeiten betreuen.
Auch Heider engagiert sich für das Bundeswehr-Sozialwerk. Mit der Vogelhaus-Aktion am Tag der Bundeswehr kann er seinen Beruf vorstellen. Und mit den vorhandenen Spendendosen für das Bundeswehr-Sozialwerk möchte er einen Beitrag für die Vereinsarbeit leisten.

30.06.2016

Bereichsvorsitzender

Ministerialrat
Stefan Schäfer

Tel.: 030 1824-23150
Fax: 030 1824-53150
E-Mail: bwswteamost(at)bundeswehr.org

Bereichsgeschäftsführer

Hauptmann
Steffen Knoblauch

Tel.: 03341 58-2690
Fax: 03341 58-2695
E-Mail: bwswteamost(at)bundeswehr.org