
Seit 20 Jahren "Haus am Werlsee" Grünheide
Das „Haus am Werlsee“ in Grünheide wird seit nunmehr 20 Jahren vom Bundeswehr-Sozialwerk e.V. (BwSW) genutzt. Aus diesem Anlass lud der Bereichsvorstand Ost Freunde und Unterstützer des BwSW zu einem Empfang am 24. August 2011 ein.
Zahlreiche Gäste, unter ihnen Persönlichkeiten aus Bundeswehr, Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, Vertreter von Verbänden und Vereinen sind gekommen. Unter ihnen der Sonderbeauftragter der Bundeswehr in den neuen Bundesländer, Staatssekretär a.D. Werner Ablass; der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Ost, Präsident Heinrich-Michael Schrömbgens; der Leiter des Evangelischen Kirchenamtes der Bundeswehr, Militärgeneraldekan Matthias Heimer, der Landesvorsitzende Ost des Deutschen Bundeswehrverbandes, Hauptmann Uwe Köpsel, das Mitglied des Bundestages, Holger Krestel, die Ortsvorsteherin von Grünheide, Lieselotte Fitzke, sowie der Präsident des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes e.V., Dr. Eberhard Jüttner.
Gala-Niveau
Nicht wieder zu erkennen war der Garten des Hauses, der allein schon wegen seines Ausblicks auf den malerischen See die Herzen aller gewonnen hatte. Das Ambiente stimmte: prachtvollstes Wetter, ein paar Urlauber beim Relaxen, Kanus auf der Wiese, eine herausgeputzte „Seebühne“ unter dem Banner des BwSW und gut gelaunte Gäste. Wie bei einer Gala waren die Tische gedeckt, standen Küche und Servicekräfte bereit, präsentierten ein spitzenmäßiges Büfett. Eine echte Herausforderung, die da vom Team um Geschäftsführer Eberhard Egger parallel zum Urlauberbetrieb erbracht wurde.
„Haus am Werlsee“ vom Erholungsheim zum Hotel
Bereichsvorsitzende Irina Frenzel hatte sich für die Feierstunde mal etwas anderes ausgedacht. Anstelle einer langen Rede wurde das Haus in einer lockeren Gesprächsrunde mit 11 Interviewpartnern vorgestellt, darunter Zeitzeugen, wie den damaligen Bürgermeister von Grünheide, Heinz Friedrich, und den 1. Bereichsvorsitzenden, Dieter-Willibald Pilz.
Das Haus, 1977 bis 1990 von der NVA als Erholungsheim genutzt, öffnete erstmals zum 1. Juli 1991 seine Türen für Urlauber aus dem BwSW. Viel ist seitdem in die 41 Doppelzimmer und 3 Appartements, alle mit Seeblick, investiert worden. Das ging aber nur während der Schließzeiten, wie die Bereichsgeschäftsführerin, Kirstin Busch, betonte. Ein Fahrstuhl wurde eingebaut, Außenfassade und Balkone schön gemacht, die Sanitäranlagen modernisiert, eine Sauna eingebaut, der Bootssteg „TÜV-geprüft“ hergerichtet. Besonders stolz sind wir auf das Foyer, mit seiner automatischen Eingangstür und direktem Blick zum See.
Das alles zu genießen, in landschaftlich einmaliger Schönheit und dabei die Hauptstadt Berlin in unmittelbarer Nähe zu wissen, zieht viele Urlauber an. So auch Hermann und Annemarie Strohmeier aus Munster, die wiederholt in Grünheide Urlaub machten, und vom Haus begeistert sind. Regelmäßig kommen auch Gäste aus dem Ausland. Mit der Übergabe eines Wappens der Gemeinde Grünheide bedankte sich Lieselotte Fitzke beim BwSW. Übrigens kann das Haus in belegungsschwachen Zeiten ebenso für Tagungen und Einsatznachbereitungsseminare der Bundeswehr genutzt werden.
Soziales Engagement
Irina Frenzel ließ es sich nicht nehmen, neben der Urlauberbetreuung auch auf das soziale Engagement des BwSW einzugehen, die Spendenbereitschaft der Dienststellen und die Rolle der ehrenamtlichen Mitarbeiter, ca. 200 im Bereich Ost, zu würdigen.
Der Überraschungseffekt war groß, als einem der anwesenden Ehrenamtler, Herrn Michael Missal, die Ehrennadel des BwSW in Bronze für seinen jahrelangen Einsatz als Chefbetreuer in der Kinderfreizeit „Heino“ (Holland) verliehen wurde. Dass die ehrenamtliche Arbeit für viele Vorhaben in unserer Gesellschaft unabdingbar ist, hob auch Dr. Jüttner in seinem Statement hervor.Das BwSW ist übrigens Mitglied in der Parität.
Noch eine Überraschung gab es, als Hauptmann Andreas Damm von der XV. Inspektion der Führungsunterstützungsschule aus Berlin ein Spende in Höhe von 165.46 Euro überreichte. Eine originelle Idee: die Spende kam vom gesammelten Flaschenpfand aus nicht entsorgten Flaschen von Lehrgangsteilnehmern.
Ein Haus zum Anfassen
Geschäftsführer Egger stellte nicht nur seine komplette Mannschaft sondern auch in Einzelführungen das Haus vor. MdB Krestel und Militärgeneraldekan Heimer waren davon sehr beeindruckt, wollen die Kontakte zum BwSW ausbauen. Musikalisch umrahmt wurde das Ganze vom Klarinettenquartett des Luftwaffenmusikkorps 4 unter der Leitung von OStFw Jürgen Fichtel und vom Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Eggersdorf unter der Leitung von Martin Leue.
Die Sozialwerker haben es verstanden, zu repräsentieren.
Diese und ähnliche Komplimente an Vorstand und Geschäftsführung, Dankbarkeit und Begeisterung waren zu hören und zu spüren. Das war praktizierte Teamarbeit. Am Ende haben sich alle gefreut, Urlaubspläne wurden geschmiedet, Neumitglieder gewonnen und unser Motto wieder bestätigt: „Hier scheint die Sonne“. In Grünheide an diesem Nachmittag ganz besonders!
I. F. 01.10.2011






