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Mit Adleraugen und Augenmaß

Die Besatzung des Towers in Holzdorf beobachtet den Landeanflug des Transporthubschraubers CH-53. (Foto: Bundeswehr/ Sebastian Wilke)

Holger Dietrich hat ein Auge für Flugzeuge – und seine Schützlinge während der Freizeiten des Bundeswehr-Sozialwerks

In seinen 26 Jahren bei der Bundeswehr hat Hauptmann der Reserve Holger Dietrich einiges gesehen. Aufmerksam sein und alles im Blick haben gehört zu seinem Job, er arbeitet als Flugsicherungskontrolloffizier in der Platzkontrollstelle des Flugplatzes Holzdorf.

Kerosin im Blut

„Ich bin 1977 Soldat bei der NVA geworden und wurde zum Jet-Piloten ausgebildet. Am Standort Marxwalde, dem heutigen Neuhardenberg, war ich im Jagdfliegergeschwader 8 tätig und flog die MiG-21Bis. 1990 wurde ich in die Bundeswehr eigestellt und zum Flugsicherungskontrolloffizier ausgebildet“, beschreibt Dietrich seinen Werdegang. Dietrich besitzt eine Berufspilotenlizenz CPL (A) mit Kunstflug- und Instrumentenflugberechtigung und fliegt vor allem bei der Ostseeflug GmbH mit einer Cessna. Auch die Unterwasserwelt hat es Dietrich, der 2014 aus der Bundeswehr ausschied, angetan – er hat einen Tauchschein.

Zu Wasser, zu Land und zu Luft: Dietrich besitzt eine Pilotenlizenz, einen Tauchschein und den Bootsführerschein. Seine Fähigkeiten setzt er sowohl während Übungen als auch für sein Ehrenamt ein. (Foto: privat)

„Meine Arbeit auf dem Tower mache ich sehr gern“, begründet Dietrich seine Übungen als Reservist. Obwohl er kein aktiver Soldat mehr ist, zieht es ihn regelmäßig zurück zur Bundeswehr. Zwei Mal im Jahr macht er als Reservist für mehrere Wochen wieder Dienst in Uniform. „Solange ich gesundheitlich geeignet bin, werde ich mich als Reservist engagieren. Damit bleibe ich mit den aktiven Kameraden verbunden und kann meine Erfahrungen weitergeben“, sagt Dietrich. Durch seine Reservistendienstleistung kann Dietrich seine Arbeitsplatzzulassung für den Tower aufrechterhalten.

Vom Tower aus alles im Blick

Ungefähr 20 Flugloten gibt es auf dem Fliegerhorst Holzdorf, die Offiziere arbeiten im Schichtbetrieb. Die Aufgaben im Tower beschreibt Dietrich so: „Unser Flugplatz kann von allen militärischen Hubschraubern und Flugzeugen unter Sicht- und Instrumentenanflugbedingungen genutzt werden. Sofern es die Verkehrslage zulässt, wird der Platz auch von zivilen Luftfahrzeugen für Trainingsanflüge genutzt. Das Verkehrsaufkommen hängt von der Auftragslage und dem Wetter ab.“

Dietrich während einer Freizeit des Bundeswehr-Sozialwerks. (Foto: privat)

Dietrich und seine Kollegen sorgen dafür, dass der Flugverkehr um Holzdorf sicher abläuft. Dazu müssen die Fluglotsen enorm konzentriert arbeiten. „Zum Ausgleich betreue ich Kinder- und Jugendfreizeiten des Bundeswehr-Sozialwerks“, sagt Dietrich über sein Ehrenamt. Das Bundeswehr-Sozialwerk ist ein gemeinnütziger Verein, der den Fürsorgeauftrag des Dienstherren ergänzt. Dazu hat der Verein eigene Hotels, in denen die Vereinsmitglieder Urlaub zu günstigen Konditionen machen können. Sind Bundeswehrangehörige im Einsatz, werden ihre Familienmitglieder bei der Urlaubsplanung sogar bevorzugt. In den Ferien können Kinder von Mitgliedern zu Freizeiten ins In- und Ausland reisen. „Die beste Anerkennung für die eigene Betreuertätigkeit ist für mich das ‚Danke‘ der Teilnehmer bei der Verabschiedung nach einer Reise. Gerade bei den Behindertenfreizeiten geht es dabei oft sehr emotional zu“, beschreibt Dietrich seine Motivation für die Betreuertätigkeit.

30.06.2016

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