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Schlemmen, Schmökern und Spenden

Stabsfeldwebel Hahn versorgt seine Gäste nicht nur mit kulinarischen Genüssen.
(Bild: KdoTA/Akbar)

Kulinarisch-literarisches Angebot in der Julius-Leber-Kaserne

Verpflegungsfeldwebel Jens Hahn hat das Tagungszentrum der Julius-Leber-Kaserne in einen vielseitigen Büchermarkt verwandelt. Er empfängt die Gäste des Zentrums nicht mehr nur mit kulinarischen sondern auch mit literarischen Genüssen und das zu einem guten Zweck.

Im Foyer, in den Gängen und Gesellschaftsräumen der fein sanierten, ehemaligen Offiziersheimgesellschaft sind alle freien Abstellflächen belegt. Auf Sideboards, Beistelltischen, in Sitzecken und Vitrinen, überall sind Bücher sorgfältig aufgestellt und laden zum Schmökern ein.
Die Palette ist bereit. „Hier findet jeder was“, sagt Stabsfeldwebel Hahn. Er ist Verpflegungsfeldwebel im Tagungszentrum und sorgt normalerweise mit seinem Team für Büffets, Menüs und gedeckte Tafeln für die Gäste. Sie kommen zu Tagungen, Kongressen und Vorträgen oder zu Empfängen und geselligen Veranstaltungen. Die Reihe der Gastgeber reicht von der Ministerin über Staatssekretäre und Generäle bis hin zu Organisationen und Gremien aus allen Bereichen der Bundeswehr.

Besonderer Empfang für die Gäste

Schmökern und spenden: Gesammelt wird – gut sichtbar – im „Scheinwerfer“.
(Bild: KdoTA/Akbar)

Kurz: „Hier gehen viele ein und aus, und alle stoßen als Erstes auf unsere Bücher“, erklärt Hahn und grinst. Er freut sich natürlich besonders über prominente Gäste. „Aber letztlich über jeden, der hier fündig wird und vielleicht sogar ein lang gesuchtes oder vergessenes Buch findet.“ Wie beispielsweise der Offizier, der ein besonders wertvolles Soldatengesangsbuch entdeckte. Es stammte aus dem Jahr 1797, sagt Hahn und ergänzt: „Es war das älteste Exemplar meiner Sammlung.“ Je größer die Freude, desto größer sei dann auch die Spende.
Dem 47-jährigen liegt nicht nur das Wohl seiner Gäste am Herzen, sondern auch das derer, denen es im Alltag nicht so gut geht. Mit den Spendeneinnahmen des Büchermarktes unterstützt er die Arbeit des Bundeswehr-Sozialwerks, das wiederum Bundeswehrangehörigen und deren Familien hilft, die in Notlagen sind.

Kreatives Engagement ist gefragt

Gesammelt wird das Geld - gut sichtbar - im „Scheinwerfer“. Stabsfeldwebel Hahn ist nicht nur sozial engagiert; er ist dabei auch höchst kreativ. Er ließ kurzerhand die Plexiglas-Röhren von ausrangierten Getränkespendern zu Sammelbüchsen umfunktionieren. „Und wie man sieht, sind sie gut gefüllt“, sagt er und zeigt stolz auf die vorwiegend mit Scheinen gefüllten „Scheinwerfer“.
Er hat bereits mehr als 2.000 € zugunsten des Bundeswehr-Sozialwerks eingenommen. Damit die Quelle nicht versiegt, sorgt er regelmäßig für Büchernachschub. Vorwiegend aus dem Internet, aber auch durch private Spenden stockt er seinen Bestand ständig auf. „Was man hier sieht, ist nur ein Bruchteil meines Bestandes.“ Insgesamt hat er rund 15.000 Bücher auf Lager.
Für das Bundeswehr-Sozialwerk sind kreative, engagierte Mitglieder wie Stabsfeldwebel Jens Hahn eine wichtige Stütze. Es ist dem Engagement vieler Einzelner zu verdanken, dass das Sozialwerk vielseitige Hilfe und Unterstützung für Bundeswehrfamilien bieten kann, die unverschuldet in Notlagen geraten sind.

Hilfe, wo sie gebraucht wird

Unbeschwerte Ferien mit der „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“.
(Bild: BwSW)

Wenn in Krankheitsfällen, nach Unfällen oder Unglücken die Versicherungsleistungen nicht ausreichen, um notwendige Therapien oder Ausstattungen zu finanzieren, „dann unterstützen wir bei der Bewältigung der Kosten“, sagt Hauptmann Steffen Knoblauch, Bereichsgeschäftsführer Ost des Bundeswehr-Sozialwerks. Das gelte auch für die Folgen einsatzbedingter Schädigungen, betont Knoblauch. Bei größeren Summen werde die Hilfe auch gemeinsam mit anderen Partnern geleistet. „Wir gehören zum Netzwerk der Hilfe und stimmen uns mit anderen Organisationen ab, um die bestmögliche Unterstützung zu bieten“, so Knoblauch.
Ebenfalls zur "Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW" zählen die jährlich sieben Freizeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Hier leistet das Bundeswehr-Sozialwerk mit seinen Unterstützern einen ganz besonders wertvollen Dienst. Ein ehrenamtlich engagiertes Team betreut in diesen Freizeiten beeinträchtigte bis schwerstbehinderte junge Menschen. Es bietet ihnen damit drei Wochen lang unbeschwerte Ferien und den Familienangehörigen eine große Entlastung.
Für all diese Hilfe- und Unterstützungsleistungen ist das Geld vom Büchermarkt aus der Julius-Leber-Kaserne herzlich willkommen.

Autor: Susanne Lopez

26.04.2017

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