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Informationen

20 Jahre „Haus Wiesenthal" im Kurort Oberwiesenthal

Haus Wiesenthal im Schnee
Ehrengäste

Das „Haus Wiesenthal“ wird seit nunmehr 20 Jahren vom Bundeswehr-Sozialwerk e.V. (BwSW) genutzt.

Aus diesem Anlass lud der Bereichsvorstand Ost Freunde und Unterstützer des BwSW  zu einem vorweihnachtlichen Empfang ein.

Zahlreiche Gäste, unter ihnen der Ehrenvorsitzende des BwSW, Egon Storz, Staatssekretär a.D. Dr. Günther Ermisch, der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Ost, Gerd-A. Engelmann, Herbert Hartmann von der BIMA in Chemnitz und Oberst Karl Helmut Geyer, Kommandeur des Logistikregiments 17 in Burg sowie Oberst Bernd Spiegel, Leiter des Zentrums für Nachwuchsgewinnung Ost in Berlin, sind in das Haus Wiesenthal gekommen.

Künstler "live"

Kurz vor dem ersten Advent erstrahlte das Haus weihnachtlich, festlich geschmückt.
Erzgebirgische Volkskünstler arbeiteten vor Ort und stellten ihre Rindenschnitzereien, Schwibbögen, Räuchermänner und Klöppelarbeiten vor, musikalisch begleitet von einem Zi-therspieler. Auch das "Fichtelchen", Maskottchen der benachbarten Skischule Süß, ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen.

Nur mit dem Schnee hatte es leider nicht geklappt.

Oberwiesenthal präsentierte sich getreu unserem Motto "Hier scheint die Sonne" mit strahlend blauem Himmel.

Schnitzereien

"Haus Wiesenthal" vom Erholungsheim der NVA zum Hotel

Bereichsvorsitzende Irina Frenzel und Bereichsgeschäftsführerin Kirstin Busch ließen in der Feierstunde die Geschichte des Hauses gemeinsam mit Zeitzeugen in einer lockeren Gesprächsrunde Revue passieren.
Die Geschäftsführerin, Carola Resch, war bereits bei der Eröffnung des Hauses als NVA-Erholungsheim im Advent 1972 dabei. Sie kann sich noch gut daran erinnern, war doch die Außenanlage kurz vor der Eröffnung noch in einem katastrophalen Zustand. "Zum Glück schneite es in der Nacht davor ausgiebig, der ganze Dreck wurde zugedeckt und den Gästen bot sich eine traumhafte Winterlandschaft dar."

Egon Storz war nicht unbedingt begeistert, 1990 dieses große Haus mit mehr als 200 Betten als Erholungsheim für das BwSW zu übernehmen. Gesprächspartner auf DDR-Seite war damals u.a. Oberst Horst Schurk, der ihn mit den Worten "wenn wir aus den Drei- und Vier-bettzimmern Zweibettzimmer machen, ist das Haus nicht mehr so groß" dann doch über-zeugte. Am 06. Februar 1991 öffnet das Haus Wiesenthal mit rund 150 Gästebetten als erste Erholungseinrichtung des BwSW in den neuen Bundesländern.
"Wenn ich heute sehe, was daraus geworden ist, kann ich nur sagen, ich habe es nicht bereut", so der Ehrenvorsitzende.
Staatssekretär Dr. Ermisch erinnerte daran, dass hier vor 20 Jahren die Idee zum Adventsbasar auf der Hardthöhe geboren wurde.

gemütlich eingerichtet
Wintersportort Oberwiesenthal

Viele fleißige Hände

In den letzten Jahren ist viel investiert worden, wir haben Hotelstatus erreicht, auch wenn es noch einiges zu tun gibt. Großen Anteil daran haben die ehemalige Standortverwaltung Chemnitz, das ehemalige Staatshochbauamt Chemnitz und die BIMA Chemnitz. Gerade in einem so großen Haus stellen uns die Baumaßnahmen vor besondere Herausforderungen, da sie nur während der kurzen Schließzeiten erfolgen können.

Kurz nach der Übernahme wurden als erstes Fenster, Außentüren, Haupteingangstür sowie die Wasserleitungen und alle Naßzellen saniert.
"Havarie, das Wort kannte ich vorher nur im Bereich der Schifffahrt, aber als ich nach Ober-wiesenthal kam, bekam es für mich eine völlig neue Bedeutung", so Helmut Gross, damals verantwortlich für Infrastruktur und Liegenschaften in der Standortverwaltung. Immer wenn der Geschäftsführer Hans Fliegert damals anrief, war sein erstes Wort "Haverie"!
Mit der Fertigstellung der Fassade, des Dachstuhles, der Kessel- und Heizungsanlage durch das Staatshochbauamt Chemnitz im Dezember 1994 erhielt das Haus sein heutiges Gesicht.
Es folgten eine Vielzahl weiterer Baumaßnahmen. Das Haus bekam eine Telefonanlage, die Zimmer wurden teilweise neu möbliert, darunter 5 Appartements, und mit Fernsehern sowie Fön ausgestattet. Seit diesem Jahr haben wir auch 3 rollstuhlgerechte Zimmer.
Neben 3 Tagungsräumen gibt es eine Vielzahl von Gesellschaftsräumen, wie Bibliothek, Mu-sikzimmer und Billardraum, eine Sauna, ein Solarium, eine Kegelbahn, einen Tischtennisraum, ein Kinderspielzimmer und einen Snoezelraum zum Träumen. Für Jeden, ob Groß oder Klein, ist etwas dabei.
Auch eine physiotherapeutische Praxis hielt im 5. Obergeschoss Einzug. Die Physiotherapheutin Angela Bertz sagte: "Die Gäste nehmen diesen Service gern an und empfinden es als eine Bereicherung des Wohlfühlfaktors."

PC-Schulung

Wintersport, Schulungen und Einsatznachbereitung

Aufgrund der vielen Möglichkeiten wurde und wird das Haus oft für Tagungen, Schulungen, Einsatznachbereitungsseminare und auch Trainingslager für Wintersportler genutzt.
Darüber konnte Skispringer Jochen Danneberg, Vizeweltmeister, 2facher Vier-Schanzen-Tournee-Gewinner  und heutiger Trainer der chinesischen Skisprung-Nationalmannschaft einiges erzählen: "Oberwiesenthal ist ein Ort für Olympiasieger und alle, die es einmal werden wollen." Er ist gern Gast im Haus. Und Katja Süß, Inhaberin der Vereinigten Skischule Oberwiesenthal, ergänzte: "Mit viel Schnee und Sonne sind wir das kleine Sankt Moritz."

In seinem Grußwort ging Oberst Karl Helmut Geyer besonders auf die Bedeutung des Hauses für die Soldatinnen und Soldaten ein, zumal sein Regiment gerade in diesem Jahr wieder die Einsatznachbereitung hier durchgeführt hat. "Ich bin froh, dass mein Landsmann Franz Josef Strauß vor mehr als 50 Jahren mit der Gründung des BwSW einen unverzichtbaren Beitrag geleistet hat."

 

Ein Haus zum Wohlfühlen

Dass sich das Haus heute so großer Beliebtheit erfreut, ist nicht zuletzt der Verdienst von Carola und Günter Resch und ihrem Team. Der Dienstleistungscharakter liegt uns besonders am Herzen. Die Gäste sollen sich wohl fühlen und so staunten die Anwesenden nicht schlecht, als sie hörten, das dieses großes Haus mit 15 Mitarbeitern geführt wird.

Team "Haus Wiesenthal"
Ehrungen

 

Einer wurde besonders überrascht: Andre Schmiedel, erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz im Haus Wiesenthal die Ehrennadel des BwSW in Bronze.

Es ist nicht nur Hausmeister, sondern hat goldene Hände auch als IT-Spezialist und DJ.

Es gab noch eine weitere Überraschung: Annett Riedel, seit 19 Jahren unermüdlich für das BwSW  im Einsatz, man kann mit Fug und Recht sagen, die "gute Seele" der Bereichsgeschäftsführung Ost, wurde mit der Ehrennadel des BwSW in Silber ausgezeichnet.

 

Scheckübergabe

Soziales Engagement

"Ohne die Arbeit der vielen Freiwilligen aus den Dienststellen der Bw, unsere 200 Ehrenamtlichen im Bereich Ost, die in den Regionalstellen arbeiten, könnten wir unsere Arbeit nicht schaffen", so Irina Frenzel.

"Ehrenamtler erhalten zwar die entsprechende Unterstützung aus der Bundeswehr, dennoch ist, neben der Arbeit, eigenes Engagement und der Einsatz persönlicher Freizeit unabdingbar."

Auch die Spendenbereitschaft ist beispielhaft.

Hauptfeldwebel Ralf Stieber, Regionalstellenleiter Bad Salzungen, überreichte eine Spende in Höhe von 750 Euro, die die Angehörigen des Panzergrenadierbataillons 391 und des Panzerbataillons 393 gesammelt haben.

Barthel-Marko

Die Sozialwerker haben es erneut verstanden, zu repräsentieren und die Besonder-heiten der Region den Gästen näher zu bringen.

Diese und ähnliche Komplimente an Vorstand und Geschäftsführung, Dankbarkeit und Begeisterung waren zu hören und zu spüren.

Das war praktizierte Teamarbeit.

In treuer Verbundenheit wurde das ganze durch die Musikschule Barthel aus Oberwiesenthal musikalisch umrahmt, unterstützt durch unsere Mitarbeiterin Anita Marko und die Mauritius-Brauerei in Zwickau spendete wieder "flüssig".

Abschließend galt der Dank allen, die an der Organisation und Durchführung mitgewirkt haben.

K. B. 27.01.2012

Bereichsvorsitzende

Regierungsdirektorin
Irina Frenzel

Tel.: 03341/58-3240
Fax: 03341/58-3460
E-Mail: IrinaFrenzel(at)bundeswehr.org

Bereichsgeschäftsführerin

Regierungsamtsrätin
Kirstin Busch

Tel.: 03341/58-3910

Fax: 03341/58-3022
E-Mail: bwswbereichost(at)bundeswehr.org