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Das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen in Höchstform (©Raimund Lex)

Es war ein Edelweiß

Benefizkonzert: Gebirgsmusikkorps Garmisch gastiert in der Luitpoldhalle

Freising- Die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des Bundeswehr-Sozialwerks“ und die „Bürgerstiftung Freising“ waren die Nutznießer des Benefizkonzertes, mit dem das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen am Abend des 9. März 2016 das Publikum in der fast völlig ausverkauften Luitpoldhalle begeisterte. Märsche und Filmmelodien standen auf dem Programm, Bekanntes und eher selten Gespieltes. Für ihre besonderen Verdienste um das Bundeswehr-Sozialwerk wurde der Stadt von dieser Hilfseinrichtung der Bundeswehr die Ehrenmedaille in Bronze verliehen. Oberbürgermeister (OB) Tobias Eschenbacher nahm sie für die Bürgerinnen und Bürger der Domstadt entgegen.

Sie trägt ein Edelweiß, „ein kleines Edelweiß“ auf ihrem Oberarm: Frau Hauptfeldwebel mit dem Fagott. (©Raimund Lex)

Das Gebirgsmusikkorps werde der Luitpoldhalle „ein wunderschönes Konzert bescheren“, da war sich OB Eschenbacher in seiner Begrüßung sicher. Man werde „gemeinsam einen schönen Abend verbringen“ – und so kam es auch. Zahlreiche Freunde der konzertanten Militärmusik waren gekommen, unter ihnen die Führungsriege der „Bürgerstiftung Freising“, allen voran deren Vorsitzender MdL Dr. Florian Herrmann. Oberstlt Karl Kriner, der Leiter des Gebirgsmusikkorps, hielt sich dann nicht lange mit einer Vorrede auf, er hob sofort seinen Taktstock, die „Wittelsbacher Festfanfare“ erklang, mit Pauken und vor allem natürlich der Gruppe der vier Fanfaren, die mit schmetterndem Spiel den Abend eröffneten. Sonor stimmten die Hörner und Posaunen ein, die flinken Querflöten kamen dazu, ein herrlicher Sound erfüllte die Luitpoldhalle. Ein Auftakt nach Maß! Man freue sich, so Kriner nach dem ersten stürmischen Applaus, „erneut in Freising“ sein zu dürfen und den Zuhörern „angenehme Stunden bereiten“ zu können. Kriner ist ein Freund eher unbekannter Musik, die er gerne präsentiert. Diesmal hatte der Orchesterleiter das Werk „Somme-Kämpfer“ mitgebracht, eine „Referenz an die Soldaten, die an der Schlacht an der Somme teilnahmen“, der größten Schlacht im 1. Weltkrieg vor Verdun. Es war kein „Sieger-Marsch“, den Ernst Stieberitz erst 1933 komponiert hatte, eher diente er wohl der Aufarbeitung der schrecklichen Ereignisse von Juli bis November 1916, die ohne militärische Entscheidung auf beiden Seiten rund eine Million Soldaten das Leben kostete. Daher „die in Moll-gefärbte Tonsprache“, wie Kriner erläuterte, die sich aber dann doch als recht schmissig herausstellte.

Eine phantastische Geschichte erzählte „Der Traum des Oenghus“. Das Orchester berichtete von der Vision eines jungen Mannes, der im Traum eine wunderschöne Jungfrau sieht, die sich ihm aber immer wieder entzieht. Erst nach langer Krankheit, ausgelöst durch die Sehnsucht nach der Schönen, findet er sie, die abwechselnd  ein Jahr Mensch und ein Jahr Schwan ist – und es kommt zum Happy End. Beide verwandeln sich in Schwäne und fliegen davon. In der Komposition von Rolf Rudin bestimmen große Spannungsbögen das Geschehen und differenzierte Klänge. Leiser Trommelwirbel eröffnet die Musik, die düster wird, als sie das Lied des „Helden“ schildert. Es gibt aber auch feine Passagen, wenn die Jungfrau ihre wunderschöne Musik spielt, bis sich die Liebenden in einem Crescendo vereinigen. Den leisen Schluss übernimmt die Querflöte. Schmissig ging es nach der Pause weiter. „Unterm Edelweiß“ (Ernst Hoffmann) stand auf dem Programm, ohne den das Gebirgsmusikkorps, welches das Edelweiß auf dem Oberarm trägt, natürlich nicht auskommt.

Das Bundeswehr-Sozialwerk ehrte die Stadt Freising mit eine Bronzemedaille für besondere Verdienste um die soziale Einrichtung. OB Eschenbacher (r.) nahm sie aus der Hand von Dietmar Hofmann und Horst Barthel (v.l.) entgegen. (©Raimund Lex)

Danach gab es eine Überraschung: Das Bundeswehr-Sozialwerk überreichte der Stadt Freising „als Zeichen der Anerkennung“ die „Ehrenmedaille in Bronze“, und zwar „wegen besonderer  Verdienste um das Bundeswehr-Sozialwerk e.V.. Damit wurde die enge Verbundenheit der ehemaligen Garnisonsstadt mit den Streitkräften, aber auch die vielen Benefizkonzerte gewürdigt, deren Gewinn zur Hälfte an die soziale Einrichtung fließt. OB Eschenbacher nahm Medaille und Urkunde aus der Hand von Horst Barthel, selbst seit langem ehrenamtlich im Bundeswehr-Sozialwerk tätig, und Dietmar Hofmann, im Bereich Süd hauptamtlich auch für Benefizveranstaltungen zuständig, entgegen.

Nur musikalische „Hoffmannstropfen“ brauchten die Zuhörer danach mit dem Werk  von Ernst Hoffmann, das sich durch das Solo für drei Posaunen auszeichnete, ein flottes Stück, das stürmischen Applaus erntete. „The Phantom Of The Opera“ nach Andrew Lloyd Webber, die Liebesgeschichte zwischen einem Phantom und einer Sängerin, beendete den offiziellen Teil des Konzertes, eine phantastische Präsentation mit einem erfrischenden E-Piano. Applaus brandete auf, als die letzten Töne verklungen waren. Und weil das Publikum gar nicht nach Hause gehen wollte, spielten die Damen und Herrn, das „was zu einem Gebirgsjäger gehört und zum Gebirgsmusikkorps“: „Es war ein Edelweiß“ – und sie sangen sogar dazu, „holladriaho“

Raimund Lex, Auszug Moosburger Zeitung

24.03.16 

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