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Hilfe für die Helfer

Hans Kudis (Präsident Ordre Lafayette Deutschland), Sara Görtz (Heimstiftung Karlsruhe/Sybelheim), Margareta Höfele (Förderverein krebskranke Kinder e.V.), Kapitänleutnant Rolf Urner (Bundeswehr-Sozialwerk) und Vizepräsident Jürgen Dries. (v.l.n.r.)

Große Freude beim Ordensfest des „Ordre Lafayette en Allemagne“

Germersheim - Gleich drei sozial tätige Organisationen wurden vom „Ordre Lafayette en Allemagne“ am 30. Mai in der Germersheimer Sponeck-Kaserne mit großzügigen Spendenschecks von jeweils 1.200 Euro bedacht. Der „Président Deutschland“ des Ordre Lafayette, Oberstlt a.D. Hans Kudis, überreichte den Vertretern der Organisationen den symbolischen Spendenscheck.

KptLt Rolf Urner, Bereichsgeschäftsführer West, nahm die Spende für die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ in Höhe von 1.200 Euro entgegen. Man sei wirklich dankbar für jeden Cent, sagte Urner. Die Projekte kosteten viel Geld: Anmietung von Spezialfahrzeugen und von behindertengerecht umgebaute Häusern, 1:1-Betreuung etc. – das alles verschlucke bis zu 100.000 Euro pro Jahr allein für die Behindertenfreizeit des Bereiches West in Bad Münstereifel. Seit neuestem gibt es auch Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen für über 30-Jährige, berichtete Urner. Viele Soldaten, die aus dem Auslandseinsatz mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) zurückkehrten, benötigten ebenfalls Erholung und Zuwendung.

Scheckübergabe an das Bundeswehr-Sozialwerk

Die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ erhält regelmäßig Spenden vom Orden. Die Initiative ermöglicht es körperlich und/oder geistig behinderten Kindern von Bundeswehrangehörigen und auch Erwachsenen, für einige Wochen im Jahr an Freizeiten teilzunehmen. Speziell dafür geschulte Betreuer sorgen für eine lückenlose Ver- und Umsorgung der Teilnehmer – Tag und Nacht. Die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ leistet zudem immer wieder Einzelhilfen, wenn andere soziale Träger keine Zahlungen erbringen, die Familien die finanziellen Lasten aber aus eigener Kraft nicht tragen können. Weiterhin werden auch die Hinterbliebenen von Einsatzsoldaten unterstützt, ebenso die verwundeten Soldatinnen und Soldaten.

 


Zwei caritative Einrichtungen in Karlsruhe erhalten Spenden

Ganz im Sinne der Losung „In Spiritu caritatis et Fraternitatis“ (Im Geiste der Liebe und Brüderlichkeit) unterstützt der Orden seit Jahren auch den Förderverein für krebskranke Kinder e. V. Karlsuhe, der unter anderem das ,,Elternhaus” in der Moltkestrasse unterhält. Dort können Eltern krebskranker Kinder umsonst wohnen, während sich ein Kind in stationärer Behandlung befindet.

Margareta Höfele vom Förderverein krebskranker Kinder gab gleichfalls einen Einblick in die Arbeit des Vereins. Dessen Mitglieder kümmern sich neben der Unterbringung im Elternhaus um sämtliche Belange, die im Fall einer Schwersterkrankung eines Kindes anfallen: Das reiche von seelischer Unterstützung über die Suche nach einer Haushaltshilfe bis zu finanziellen Zuschüssen, so Höfele.

Päsident Hans Kudis bei der Eröffnungsrede

Die dritte Organisation, die bedacht wurde, ist die Heimstiftung Karlsruhe in der Stadt umgangssprachlich Sybelheim genannt. Dort ist unter anderem ein Kinder- und Jugendhilfezentrum untergebracht, das Mädchen und Jungen ab sechs Jahren ein Betreuungsangebot im stationären, teilstationären oder ambulanten Bereich zur Verfügung stellt. Erziehungshilfe und Fördermöglichkeiten gibt es für Kinder und Jugendliche in Kleinklassen mit therapeutischer Begleitung. Zudem wird Hilfe bei Obdachlosigkeit, finanziellen Schwierigkeiten und bei Suchtproblemen angeboten.

Auch Sara Görtz schilderte die Arbeit im Symbelheim, die nicht nur Kinder und Jugendliche umfasse, sondern auch ältere Menschen, Flüchtlinge und im Leben Gestrandete.

Alle drei Spendenempfänger dankten den Mitgliedern des Ordens und ihrem Präsidenten Kudis, der auch Hilfe anbot, wenn diese außerhalb des Spendenbereichs gebraucht würde: „Das, was Sie Gutes tun, ist es wert, dass man Sie unterstützt“, so Oberstlt a.D. Kudis.

C.Li., 18.06.2015

Hintergrund: „Ordre Lafayette“

Der „Ordre Lafayette“ ist eine internationale Ordensgemeinschaft, politisch und religiös neutral, und hat sich karitative Zwecke und die internationale Völkerfreundschaft zwischen EU- und US-Bürgern auf die Fahnen geschrieben. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Freundschaft zu Frankreich ein, aus „historischen und geografischen“ Gründen, wie der Orden betont. Zudem hat sich der Ordre Lafayette der Verteidigung der Menschenrechte verpflichtet.

Mitglieder sind in der Hauptsache ehemalige Soldaten der Bundeswehr, von denen viele dem Bundeswehr-Sozialwerk angehören, der französischen Armee und der Fremdenlegion, aber auch Zivilisten.

Lesen Sie in unseren Spendenberichten, wie dank ehrenamtlicher Helfer und Spendern vielen Menschen geholfen werden konnte.

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