»Aktion Sorgenkinder« bei Radio Andernach
Radio Andernach: »Wir sind das Sozialwerk der Bundeswehr!« Im Sinne dieser Aussage engagiert sich das Bundeswehr-Sozialwerk seit 1960 für die Menschen in der Bundeswehr und für deren Familien. Angefangen hat die Organisation mit Erholungsheimen, mittlerweile wurde aber ein breites Spektrum an sozialen Angeboten aufgebaut, unter anderem die »Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien«. Worum es dabei geht, erklärt Wolfgang Scherff, Bundesgeschäftsführer des Bundeswehr-Sozialwerks:

- Wolfgang Scherff, Bundesgeschäftsführer
Wolfgang Scherff: »Das ist eine rein spendenfinanzierte Aktion des Bundeswehr-Sozialwerks. Die Zielsetzung war ursprünglich nur für geistig und/oder körperlich behinderte Kinder. Aufgrund der Auslandseinsätze der Bundeswehr in den letzten Jahren hat der Bundesvorstand des Sozialwerks die Zielsetzung erweitert auf alle in Not geratenen Angehörigen der Bundeswehr, insbesondere wenn diese Not in Zusammenhang steht mit Auswirkungen auf Familien aufgrund von Auslandseinsätzen stehen.«
Radio Andernach: Den Betroffenen ein behindertengerechtes Leben zu ermöglichen, bedeutet oftmals große finanzielle Aufwendungen. So bietet der Verein den Mitgliedern und Familien zum Beispiel an, preiswerteren Urlaub machen zu können. Aber nicht nur das:
Wolfgang Scherff: »Schwerpunkt waren pro Jahr vier Behindertenfreizeiten und zusätzlich zahlen wir Einzelhilfen in besonderen Fällen, wo Krankenkassen keine Zahlung leisten und auch sonst keine Unterstützung gewährt wird.«
Radio Andernach: So unterstützt der Verein auch die Betroffenen des Anschlags in Kundus im Mai.
Wolfgang Scherff: »Wir haben ja siebzehn Hotels in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. In diesen bieten wir auf Wunsch einen zweiwöchigen Erholgsaufenthalt für die Betroffenen und ihre Familien an. Wir gewähren aber auch spezielle weitere Hilfen, wenn irgendetwas benötigt wird.«
Radio Andernach: Aus diesem Anlass rief der Verein kürzlich zu Spenden unter dem Stichwort »Kundus« auf. Dazu Wolfgang Scherff:
Wolfgang Scherff: Wir haben ja jetzt aufgerufen zu Spenden. Der Anlass war der Anschlag in Kundus. Aber wir sehen die Spenden jetzt nicht nur auf diesen Anschlag gezielt gerichtet, sondern eben allgemein, so dass wir auch in die Lage versetzt werden, diese Hilfsleistungen und Unterstützungsleistungen zu geben, die aber dann speziell eben für die Opfer oder Verletzten aufgrund von Anschlägen bei Auslandseinsätzen oder sonstigen Verletzungen dann gezahlt werden.
Radio Andernach: So möchte der Verein sicherstellen, daß auch in Zukunft die schnelle Unterstützung von Betroffenen sichergestellt werden kann.
24.06.2007


