Lachende „Sorgenkinder” auf der Freizeit des Sozialwerkes

Das Symbol für 60 Jahre Bundeswehr wird einem Härtetest unterzogen – und besteht ihn. (© Bundeswehr/Bartelsen)

Geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche genießen einen unbeschwerten Urlaub

Bad Saarow - Mit einer großen Torte, einem Geburtstagsständchen und vielen kleinen und großen Ehrengästen hat das Bundeswehr-Sozialwerk während einer zweiwöchigen Behindertenfreizeit in Bad Saarow den 60. Geburtstag der Bundeswehr und das eigene 55-jährige Bestehen gefeiert.

Insgesamt 26 geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche werden auf der Freizeit von ehrenamtlichen Helfern rund um die Uhr betreut, während ihre Eltern einmal Zeit für sich haben. Auch Oberleutnant Andreas Retzlaff und sein Schützling Maximilian genießen gemeinsam die Zeit im Badekurort. Der zehnjährige Junge ist geistig und körperlich behindert. Maxis Zwillingsschwester ist gesund. Er hingegen hat bei der Geburt nicht genügend Sauerstoff bekommen. „Maxi liest, schreibt und rechnet gut, aber langsamer und bedachter als andere 10-Jährige. Sonst ist er aber ein aufgeweckter Junge und wir haben gemeinsam viel Spaß”, sagt Retzlaff. Das Verhältnis zwischen dem fröhlichen Jungen und seinem Betreuer ist sehr eng, obwohl sie zum ersten Mal die Freizeit zusammen verbringen.

Andreas Retzlaff und sein Schützling Maximilian (© Bundeswehr/Bartelsen)

Retzlaff ist staatlich anerkannter Erzieher, kennt die Herausforderungen in der Betreuung von Menschen mit Behinderung und die Sorgen ihrer Angehörigen. Seine nützlichen Fähigkeiten wird er in den nächsten Jahren wieder unter Beweis stellen. Der Berufssoldat hat noch drei Jahre Dienstzeit vor sich. Aber auch danach will er sich weiterhin für das Bundeswehr-Sozialwerk einsetzen.

Für die restliche Zeit in Bad Saarow wünscht er sich noch viele schöne Momente mit seinem Schützling. Der sympathische Soldat lässt Maxi nicht aus den Augen. Man merkt deutlich: Maxi soll es während der Freizeit an nichts fehlen. Und auch der lebhafte Junge hat seinen Betreuer ins Herz geschlossen und ihn zu seinem nächsten Geburtstag eingeladen.

Für alle Beteiligten ist die Freizeit ein großer Erfolg. (© Bundeswehr/Bartelsen)

Stabsunteroffizier Katrin John betreut in diesem Jahr die 22-jährige Lisa. Bereits als Jugendliche sammelte die Soldatin Erfahrungen in einem Integrationskindergarten. „Da, wo Unterstützung benötigt wird, helfe ich sofort. Letztes Jahr war die Behindertenfreizeit so schön, da wollte ich dieses Jahr gleich wieder dabei sein”, sagt die junge Soldatin.

So geht es den meisten Betreuern. Viele von ihnen sind zum wiederholten Mal dabei. Dass sie dafür häufig ihren Jahresurlaub nehmen, finden sie ganz selbstverständlich. „Auch wenn es mal anstrengend werden kann: Wir sind immer mit Spaß bei der Sache”, sagen die beiden Soldaten einhellig. Für sie ist es Entlohnung genug, dass die Kinder einen unbeschwerten Urlaub genießen können.

D.K., 18.08.2015

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