
Bad Saarow 2010 - Besuchertag

Das Bundeswehr-Sozialwerk e.V. (BwSW) steht in besonderer Weise für soziales Engagement in der Bundeswehr. Die Aktion „Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des BwSW“ mobilisiert soziale Hilfsbereitschaft und kombiniert eigene Ressourcen und Kompetenzen mit dem Engagement seiner Mitglieder. Der große Erfolg ist allein auf die hohe Spendenbereitschaft zurückzuführen. Allein für die jährlich stattfindenden vier bis sechs Freizeiten für behinderte Menschen mit rund 150 Teilnehmern bundesweit werden ca. 250.000 Euro aufgewendet. Erlebnisreiche Tage mit Spiel, Spaß, Ausflügen und vielem mehr lassen den Alltag für drei Wochen in den Hintergrund rücken. Die Eltern können sich in dieser Zeit von ihrer oft aufopferungsvollen Pflege erholen, wissen sie doch ihre Schützlinge in guter Obhut, da jeder einzeln betreut wird.
Das diese Freizeiten in dieser Form überhaupt stattfinden können, ist ganz besonders den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern zu verdanken, zu denen auch immer wieder aktive Bundeswehrangehörige zählen. Mit großer innerer Anteilnahme, Begeisterungsfähigkeit und Emphatie bereiten diese den behinderten Teilnehmern eine erlebnisreiche Ferienfreizeit.
Um dieser wichtigen Arbeit des BwSW auch innerhalb der Bundeswehr die entsprechende Aufmerksamkeit zu verschaffen, kamen am 19. Juli 2010 wieder viele Gäste, unter Ihnen die Schirmherrin der Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien, Frau Beate Jung, und der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, zum Besuchertag nach Bad Saarow. Die Heimbildungsstätte der Caritas mit ihrer hervorragenden Ausstattung und unmittelbaren Lage am Scharmützelsee bot dafür zum wiederholten Male beste Rahmenbedingungen. Die Teilnehmer und Betreuer bereiteten den Besuchern ein herzliches Willkommen und vermittelten persönliche Eindrücke und Motive über die Freizeit. Eine oft gestellte Frage der Gäste lautete, wie wird man Betreuer in dieser Freizeit. Viele sind nur aufgrund persönlicher Kontakte sensibilisiert worden. Deshalb ist es so wichtig, immer wieder darüber zu informieren.

Bei strahlendem Sommerwetter stand in diesem Jahr der olympische Gedanke im Mittelpunkt. Beim Teebeutelweitwurf, Schaumkusswettessen, Sackhüpfen, Büchsenwerfen und Apfelangeln wurden die Besten gesucht. Im Wetteifern um die vordersten Plätze gab mit Unterstützung durch die Betreuerinnen und Betreuer jeder sein Bestes. Auch die Besucher waren zur Teilnahme aufgefordert.
Einen besonderen Beitrag zum guten Gelingen leisteten Eberhard Zimmer, Heinz-Walter Hüneke und Frank Siedow vom Bereichsvorstand Ost. Sie hatten das Grillen für das gemeinsame Abendessen übernommen.

Vielen Gäste vermittelte der Besuchertag einen nicht alltäglichen Einblick und hinterließ bleibende Erinnerungen. Hauptmann Uwe Köpsel, Landesvorsitzender Ost des Deutschen BundeswehrVerbandes, versprach spontan im nächsten Jahr mit einem Geschenk wiederzukommen.
Hellmut Königshaus zeigte sich tief beeindruckt vom Engagement aller, die zum Gelingen der Freizeit beitragen. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem Bundeswehr Sozialwerk wurde ihm in vielen Gesprächen noch einmal besonders deutlich. „Diese Arbeit werde ich gern unterstützen“, betonte er noch einmal beim Abschied.
Gerade in Zeiten der Veränderungen und Einschränkungen sind Einsatz, Engagement und Unterstützung von Mensch zu Mensch besonders wichtig. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft ausreichend Mittel dafür aufgebracht werden können und das Sozialwerk im dienstlichen Bereich entsprechend unterstützt wird.
K. B. 25.09.2010
